ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Uber im S&P 500: ETFs verleihen Aktienkurs zusätzlichen Schub

Die Macht der Indexfonds: Wie ETFs das Comeback von Tech-Aktien wie Uber antreiben

Uber im S&P 500: ETFs verleihen Aktienkurs zusätzlichen Schub

Der Fahrdienstvermittler Uber hat im Jahr 2023 eine bemerkenswerte Wandlung durchgemacht, die nicht nur Investoren, sondern auch Experten überrascht hat. Das Comeback einiger Tech-Aktien, die zuvor als "totgesagt" galten, war eine der markanten Entwicklungen an den Börsen. Dieses Phänomen ist auch bei Uber zu beobachten, dessen Aktienkurs seit Jahresbeginn um fast 150 Prozent gestiegen ist. Dieser beeindruckende Anstieg hat dazu geführt, dass Uber ab dem 18. Dezember in den renommierten US-Leitindex S&P 500 aufgenommen wird, was für das Unternehmen einen bedeutenden Meilenstein darstellt.

Um in den S&P 500 aufgenommen zu werden, müssen Unternehmen bestimmte Kriterien erfüllen, darunter eine Mindestmarktkapitalisierung von 14,5 Milliarden Dollar und positive Gewinne in den letzten vier Quartalen, wobei das letzte Quartal einen Gewinn aufweisen muss. Auch müssen mindestens 50 Prozent der Aktien frei handelbar sein, und es müssen in den letzten sechs Monaten mindestens 250.000 Stück gehandelt worden sein. Uber hat all diese Voraussetzungen erfüllt und wird daher in den begehrten Index aufgenommen.

Der Aufstieg in den S&P 500 wird für Uber jedoch nicht nur symbolisch bedeutsam sein. Dies liegt an der erheblichen Macht der börsengehandelten Indexfonds (ETFs), die die Wertentwicklung dieses Index abbilden. Die fünf größten ETFs, die den S&P 500 nachbilden, verwalten zusammen ein Vermögen von über einer Billion Dollar. Diese ETFs werden gezwungen sein, Uber-Aktien zu kaufen, um den Index korrekt abzubilden. Schätzungen von Bernstein Research zufolge müssen ETFs rund 200 Millionen Uber-Aktien erwerben, was etwa zehn Prozent aller Unternehmensanteile entspricht.

Die Ankündigung des Aufstiegs in den S&P 500 hat bereits zu einem weiteren Anstieg des Uber-Aktienkurses geführt, und Analysten sehen noch mehr Potenzial für zukünftige Gewinne. Historische Daten zeigen, dass Aktien im Durchschnitt um etwa elf Prozent steigen, nachdem ihr Aufstieg in den S&P 500 angekündigt wurde, und in einigen Fällen sogar noch stärker zulegen.

Ein bemerkenswertes Beispiel ist der Aufstieg des Elektroautoherstellers Tesla in den S&P 500 im Jahr 2020. In der kurzen Zeitspanne zwischen der Ankündigung und der tatsächlichen Aufnahme in den Index stieg der Aktienkurs von Tesla um erstaunliche 70 Prozent.

Dies zeigt, dass ETFs, obwohl sie oft als passive Anlageform angesehen werden, tatsächlich einen erheblichen Einfluss auf die Aktienmärkte haben und auch Anleger, die auf breit gestreute ETFs setzen, nicht vor den Auswirkungen von Hype-Phänomenen schützen können. Dennoch können ETFs eine attraktive Investitionsoption sein, da der S&P 500 in den letzten 20 Jahren um mehr als 300 Prozent gestiegen ist, wobei nur vier Jahre Verluste verzeichneten.

Für Anleger, die auf den Aufstiegseffekt bei Einzelaktien setzen möchten, ist jedoch Vorsicht geboten, da gute Timing-Fähigkeiten und starke Nerven erforderlich sind. Dies wurde beispielsweise beim Aufstieg von Tesla in den S&P 500 deutlich, als die Aktie in den ersten beiden Tagen nach der Aufnahme erhebliche Wertverluste verzeichnete. Insgesamt zeigt der Fall Uber eindrucksvoll, wie ETFs die Dynamik des Aktienmarktes beeinflussen und Unternehmen wie Uber zu erheblichem Wachstum verhelfen können.

Uber Aktien

Disclaimer