Uber startet Robotaxi-Dienst in Japan mit Wayve und Nissan
Der Fahrdienstvermittler plant autonome Taxis in Tokio bis Ende 2026 – mit KI-Technologie und einem Elektrofahrzeug.

Uber Technologies plant, bis Ende 2026 Robotaxi-Dienste in Japan einzuführen. Dafür hat das Unternehmen eine Dreier-Partnerschaft mit dem britischen KI-Spezialisten Wayve und dem japanischen Automobilhersteller Nissan geschlossen. Dies gaben die Unternehmen am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.
Wayve übernimmt dabei die Rolle des KI- und Technologiepartners, Nissan liefert die Fahrzeuge. Konkret soll der Nissan LEAF – ein bewährtes Elektrofahrzeug – mit der autonomen Fahrtechnologie von Wayve ausgestattet werden. Die so umgerüsteten Fahrzeuge werden über das bestehende Uber-Netzwerk betrieben.
Für den Pilotbetrieb in Tokio ist zunächst ein Sicherheitsfahrer an Bord vorgesehen. Uber wird den Dienst über einen lizenzierten lokalen Taxipartner anbieten und eng mit den japanischen Behörden kooperieren. Dies entspricht dem regulatorischen Vorgehen, das viele Anbieter autonomer Fahrdienste weltweit verfolgen.
Globale Robotaxi-Strategie von Uber
Die Japan-Kooperation ist Teil einer umfassenderen Vereinbarung zwischen Uber und Wayve, die den Einsatz autonomer Taxis in insgesamt zehn Großstädten weltweit vorsieht. Uber baut damit sein Portfolio an Robotaxi-Partnern konsequent aus. Bereits bestehende Kooperationen verbinden den Konzern mit Waymo, Weride und Apollo Go.
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Zur AktienanalyseDas Interesse an autonomen Fahrdiensten ist zuletzt deutlich gestiegen. Tesla-Chef Elon Musk hatte die Technologie als einen der wichtigsten zukünftigen Wachstumstreiber seines Konzerns bezeichnet und damit weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Trotz des wachsenden Interesses bleibt die tatsächliche Verbreitung von Robotaxis bislang begrenzt – vor allem wegen anhaltender Sicherheitsbedenken seitens der Regulierungsbehörden.
Für Uber bedeutet die Partnerschaft in Japan den Eintritt in einen der technologisch fortschrittlichsten Automobilmärkte der Welt. Japan gilt als wichtiger Testmarkt für autonome Mobilität, auch weil das Land mit einer alternden Bevölkerung und einem Mangel an Fahrern konfrontiert ist. Der Tokio-Pilot könnte damit Signalwirkung für weitere Märkte haben.


