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UBS: CTAs könnten S&P-500-Engagement bis Ende April vervierfachen

Laut einer UBS-Analyse stehen Commodity Trading Advisers kurz davor, ihre US-Aktienengagements massiv auszubauen.

UBS: CTAs könnten S&P-500-Engagement bis Ende April vervierfachen

Commodity Trading Advisers (CTAs) dürften ihre Positionen in US-Aktien in den kommenden Wochen erheblich ausweiten. Das zeigt eine am Montag veröffentlichte Analyse von UBS-Analyst Nicolas Le Roux. Das Simulationsmodell der Schweizer Großbank zeichnet demnach ein „einheitlich positives Bild für US-Aktien".

CTAs sind systematisch agierende Hedgefonds, die mithilfe von Trendfolgemodellen in Futures und andere Derivate investieren. Sie gelten als wichtige Marktteilnehmer, da ihre koordinierten Käufe oder Verkäufe erhebliche Kursbewegungen auslösen können. Ihre Positionierung gilt daher als viel beachteter Indikator für kurzfristige Marktdynamiken.

Laut UBS sind CTAs derzeit stark positioniert, um S&P-500-Futures zu kaufen – und zwar unabhängig von der kurzfristigen Kursentwicklung. „Selbst wenn die Aktienkurse stagnieren, könnte sich ihr S&P-Engagement bis Ende April vervierfachen", schreibt die Bank in ihrer Analyse. Das deutet auf eine strukturell bullishe Ausrichtung dieser Investorengruppe gegenüber dem US-Leitindex hin.

Außerhalb der USA weniger konstruktiv

Der positive Ausblick beschränkt sich jedoch weitgehend auf den amerikanischen Markt. Außerhalb der USA zeichnet die UBS ein deutlich vorsichtigeres Bild. Für Großbritannien, Japan und die Schwellenländer prognostiziert die Bank direkte Verkäufe durch CTAs. Lediglich für Europa werden leicht positive Zuflüsse erwartet.

Im Rentenmarkt war die CTA-Aktivität bislang begrenzt. Die UBS stellt jedoch fest, dass die Bedingungen für einen raschen Umschwung gegeben sind. Die Reaktionsfunktion sei „eindeutig in Richtung Käufe geneigt", so die Bank. Ein konstruktives Umfeld für Anleihen, bei dem die globalen Renditen um etwa 30 Basispunkte sinken, könnte eine CTA-Nachfrage im Umfang von 250 bis 300 Millionen US-Dollar beim globalen DV01 auslösen. Der DV01 misst dabei die Preissensitivität eines Anleiheportfolios gegenüber einer Zinsveränderung von einem Basispunkt.

Dollar-Verkäufe und Rohstoffaktivität

Im Kreditbereich sind CTAs nach einer kurzen Short-Phase dazu übergegangen, in großem Stil Spread-Absicherungen zu verkaufen. Laut UBS spiegelt dieses Muster die Aktivitäten vom April 2025 wider – ein Hinweis darauf, dass sich saisonale oder zyklische Muster wiederholen könnten.

Bei den Währungen stehen Dollar-Verkäufe wieder auf der Agenda der CTAs. In den vergangenen zwei Wochen stießen die Fonds US-Dollar im Wert von 60 bis 70 Milliarden US-Dollar ab. Die UBS geht davon aus, dass eine ähnliche Verkaufswelle bevorsteht, wobei der Kanadische Dollar in den Prognosen besonders hervorsticht.

Die CTA-Aktivität bei Rohstoffen war im laufenden Monat hingegen begrenzt. Es gab lediglich leichte Reduzierungen bei Agrarrohstoffen sowie schrittweise Zukäufe bei Industriemetallen. Für deutsche Anleger, die den S&P 500 über ETFs oder Zertifikate abbilden, könnte die erwartete CTA-Kaufwelle kurzfristig als Rückenwind wirken – wenngleich systematische Trendfolger ihre Positionen ebenso schnell wieder abbauen können.

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