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UBS erwartet stärkeren Dollar und schwächere Euro- und Yen-Kurse

Die Schweizer Großbank hebt ihre Dollar-Prognosen an und sieht weiteres Aufwärtspotenzial bis in die zweite Jahreshälfte 2026.

UBS erwartet stärkeren Dollar und schwächere Euro- und Yen-Kurse

Die Schweizer Großbank UBS zeigt sich zunehmend optimistisch für den US-Dollar und erwartet, dass die amerikanische Währung die globalen Devisenmärkte bis weit in die zweite Jahreshälfte 2026 hinein dominieren wird. Als Haupttreiber nennt die Bank höhere Erwartungen an die US-Zinsen sowie robuste wirtschaftliche Fundamentaldaten, die die Nachfrage nach dem Greenback weiterhin stützen. UBS hat daraufhin ihre Prognosen für den Dollar gegenüber mehreren wichtigen Währungen angehoben.

Besonders deutlich fällt die Neubewertung beim Euro aus. UBS senkte ihre Prognose für das Währungspaar EUR/USD zum Jahresende 2026 von zuvor 1,14 auf nunmehr 1,12. Damit rechnet die Bank mit einer weiteren Abschwächung der Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar – eine Entwicklung, die für deutsche Anleger mit Auslandsengagements von erheblicher Bedeutung sein kann.

Noch deutlicher fällt der erwartete Rückgang beim japanischen Yen aus. UBS prognostiziert, dass der Yen sowohl bis Ende des dritten Quartals als auch zum Jahresende 2026 auf 165 Yen pro Dollar fallen wird. Ein schwacher Yen belastet japanische Importe und erhöht den Inflationsdruck in Japan, hat aber gleichzeitig Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit japanischer Exporteure.

Dollar-Index testet neue Jahreshöchststände

UBS verweist darauf, dass der US-Dollar-Index (DXY) neue Höchststände für 2026 erreicht hat und das Niveau von 102 testen könnte – ein Stand, der zuletzt im Mai 2025 erreicht wurde. Die Bank argumentiert, dass die jüngste Neubewertung der US-Zinsen in Verbindung mit den Erwartungen einer weiteren Straffung durch die Federal Reserve den Dollar trotz bereits hoher Positionierung weiter stützen dürfte. Zwar hat die Long-Positionierung im Dollar zugenommen, sie liegt laut UBS jedoch weit unter den Extremwerten aus dem Jahr 2024 – was weiteres Aufwärtspotenzial ermöglicht.

Während Euro und Yen unter Druck stehen, bleibt UBS beim britischen Pfund Sterling konstruktiv eingestellt. Die Bank erwartet, dass die britische Währung angesichts stabiler fiskalischer Aussichten und unterstützender Kapitalzuflüsse widerstandsfähig bleibt. Für das Währungspaar EUR/GBP prognostiziert UBS eine Festigung auf 0,85 bis zum Jahresende und verweist dabei auf das attraktive Carry-Profil des Pfunds sowie die begrenzten Auswirkungen innenpolitischer Entwicklungen in Großbritannien.

Australischer Dollar und Schweizer Franken im Fokus

Deutlich vorsichtiger ist UBS hingegen beim australischen Dollar geworden. Die Bank senkte ihr Kursziel für AUD/USD zum Jahresende 2026 von 0,74 auf 0,68. Hintergrund sind schwächere australische Wirtschaftsdaten, eine nachlassende Unterstützung durch Zinsdifferenzen sowie geringere Erwartungen an die Absicherungsnachfrage heimischer australischer Pensionsfonds.

Beim Schweizer Franken erwartet UBS kurzfristig weitere Schwäche. Die taubenhafte Haltung der Schweizerischen Nationalbank begünstigt demnach die Verwendung des Frankens als Finanzierungswährung für sogenannte Carry Trades – also Strategien, bei denen Anleger in Niedrigzinswährungen Kredite aufnehmen, um in höher verzinste Anlagen zu investieren. Dennoch glaubt UBS, dass strukturelle Faktoren dem Franken helfen sollten, im weiteren Jahresverlauf wieder etwas an Boden zu gewinnen.

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