UBS hebt Southwest Airlines auf Kaufen an: Gewinnverdopplung bis 2027 erwartet
Neue Gebührenmodelle für Sitzplätze und Gepäck sollen Gewinn pro Aktie von unter 1 auf über 6 Dollar steigern.

Die Schweizer Großbank UBS hat ihre Einschätzung für Southwest Airlines deutlich angehoben und stuft die Aktie von "Neutral" auf "Kaufen" hoch. Das Kursziel wurde von 51 auf 73 US-Dollar erhöht. Grund für den Optimismus sind neue Gebührenmodelle, die das Ergebnis der US-Fluggesellschaft in den kommenden Jahren massiv verbessern könnten.
UBS-Analyst Atul Maheswari sieht erhebliches Aufwärtspotenzial durch die geplanten Initiativen bei Sitzplätzen mit zusätzlicher Beinfreiheit (Extra Legroom, ELR) und festen Sitzplatzreservierungen. Zusätzlich plant Southwest erstmals die Einführung von Gebühren für aufgegebenes Gepäck – ein Schritt, der die Airline dem Geschäftsmodell traditioneller Wettbewerber annähert.
Die Analysten rechnen damit, dass diese Maßnahmen zusammen etwa 4,25 bis 4,50 US-Dollar zum Gewinn pro Aktie beitragen werden, sobald sie im Geschäftsjahr 2027 vollständig implementiert sind. Dies würde den Großteil des erwarteten Gewinnwachstums von unter 1 Dollar im Geschäftsjahr 2025 auf über 6 Dollar im Geschäftsjahr 2027 erklären.
Kabinenumbau als Umsatztreiber
Das Umsatzpotenzial durch die Neugestaltung der Flugzeugkabinen übertrifft laut UBS die Markterwartungen deutlich. Die neue Konfiguration soll etwa 28 Prozent Sitze mit zusätzlicher Beinfreiheit und 22 Prozent bevorzugte Sitzplätze umfassen. Selbst bei konservativen Annahmen – einer bezahlten Auslastung von nur 40 Prozent bei ELR-Sitzen und 70 Prozent bei bevorzugten Plätzen – könnte dies bis 2027 ein zusätzliches operatives Ergebnis (EBIT) von 1,7 Milliarden US-Dollar oder etwa 2,70 Dollar pro Aktie generieren.
Die geplanten Gepäckgebühren stellen nach Einschätzung der Bank eine "beträchtliche Chance" dar. Je nach Akzeptanzrate bei den Passagieren schätzt UBS das zusätzliche EBIT auf 1,0 bis 1,5 Milliarden US-Dollar. Southwest wäre damit eine der letzten großen US-Fluggesellschaften, die diesen Schritt vollzieht.
Prognosen deutlich über Konsens
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Zur AktienanalyseUBS prognostiziert für Southwest einen Gewinn pro Aktie von 5,05 Dollar für 2026 und 6,07 Dollar für 2027. Diese Schätzungen liegen etwa 20 Prozent über dem Marktkonsens. Die Bank erwartet, dass Southwest das Aufwärtspotenzial widerspiegeln wird, wenn das Unternehmen seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 präsentiert. Die Airline geht derzeit von mindestens 4 Dollar Gewinn pro Aktie aus – eine Anhebung dieser Prognose könnte als positiver Katalysator für die Aktie wirken.
Der strategische Kurswechsel markiert einen bedeutenden Wandel für Southwest, die sich bisher durch ihr unkompliziertes Geschäftsmodell ohne Sitzplatzreservierungen und mit kostenlosem Gepäck von Wettbewerbern abhob. Die neuen Initiativen sollen die Profitabilität deutlich steigern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit im hart umkämpften US-Luftfahrtmarkt sichern.

