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UBS hebt USD/JPY-Prognose auf 158 wegen BoJ-Vorsicht an

Die Schweizer Großbank revidiert ihre Wechselkursprognosen deutlich nach oben – strukturelle Faktoren stützen den Dollar.

UBS hebt USD/JPY-Prognose auf 158 wegen BoJ-Vorsicht an

Die UBS hat ihre Prognosen für den USD/JPY-Wechselkurs deutlich angehoben. Die Schweizer Großbank erwartet nun, dass das Währungspaar bis Ende Juni 2026 einen Stand von 158 erreicht – zuvor lag die Schätzung bei 155. Damit signalisiert die UBS, dass der japanische Yen kurzfristig unter Druck bleibt.

Auch für die Folgequartale wurden die Prognosen nach oben korrigiert. Die UBS rechnet nun mit einem USD/JPY-Stand von 156 Ende September, 154 Ende Dezember und 152 im März 2027. Die vorherigen Schätzungen lagen bei 152, 148 beziehungsweise 146 – die Revision fällt damit erheblich aus.

Ölpreise und Zahlungsbilanz belasten den Yen

Als wesentliche Begründung nennt die UBS die hohen Ölpreise, die die Dynamik der japanischen Zahlungsbilanz belasten. Japan ist als rohstoffarmes Land stark von Energieimporten abhängig, weshalb steigende Ölpreise die Handelsbilanz des Landes typischerweise verschlechtern und den Yen schwächen. Laut UBS erscheinen die Chancen für eine signifikante Erholung des Yen auf Niveaus unter 150 gegenüber dem US-Dollar daher begrenzt.

Hinzu kommt der vorsichtige Straffungskurs der Bank of Japan (BoJ). Die japanische Notenbank agiert angesichts der Sorgen um die heimische Staatsverschuldung zurückhaltend bei Zinserhöhungen. Dieser zögerliche Ansatz verhindert eine schnelle Annäherung der japanischen Zinsen an das US-Niveau und lässt den Yen strukturell schwach erscheinen.

Renditedifferenz zwischen USA und Japan bleibt entscheidend

Dennoch sieht die UBS mittelfristig Potenzial für einen moderaten Rückgang des USD/JPY-Kurses. Die Bank begründet dies mit den sich in den nächsten zwölf Monaten verringernden Renditedifferenzen zwischen den USA und Japan. Wenn japanische Anleihen attraktiver werden, steigt typischerweise die Nachfrage nach Yen – was den Wechselkurs zugunsten der japanischen Währung verschieben kann.

Gleichzeitig bewertet die UBS die aktuellen Markterwartungen bezüglich Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve als übermäßig konservativ. Im Vergleich zu ihrem eigenen Basisszenario von zwei Zinssenkungen sieht die Bank also mehr Spielraum für eine lockerere US-Geldpolitik. Dies könnte den Dollar mittelfristig belasten und den Yen stützen.

Die revidierten Prognosen der UBS verdeutlichen, dass strukturelle Faktoren den US-Dollar gegenüber dem Yen kurzfristig stützen werden. Für deutsche Anleger mit Engagements in japanischen Aktien oder Anleihen ist die Währungsentwicklung ein wichtiger Faktor, da ein schwacher Yen die in Euro umgerechneten Renditen schmälern kann. Die Entwicklung des USD/JPY-Kurses bleibt damit ein zentrales Thema für internationale Investoren.

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