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UBS kürt Rolls-Royce und BAE Systems als Top-Favoriten

Nach Ausbruch des Nahostkonflikts sieht die UBS zwei europäische Rüstungs- und Luftfahrttitel besonders gut positioniert.

UBS kürt Rolls-Royce und BAE Systems als Top-Favoriten

Die Großbank UBS hat inmitten der Marktturbulenzen nach dem Ausbruch des Nahostkonflikts Ende Februar 2026 ihre Top-Picks im europäischen Luftfahrt- und Verteidigungssektor benannt. Das Research-Team navigiert dabei durch ein Umfeld, das von steigenden Ölpreisen, Inflationsdruck und geopolitischer Unsicherheit geprägt ist. Für einen Anlagehorizont von drei bis sechs Monaten empfehlen die Analysten zwei Titel mit klaren Kaufempfehlungen.

Rolls-Royce steht bei der UBS in der zivilen Luftfahrt ganz oben auf der Favoritenliste. Das Kursziel liegt bei 1.550 Pence, was einem impliziten Aufwärtspotenzial von rund 40 Prozent entspricht. Die Bank begründet dies mit der anhaltenden Dynamik der langfristigen Turnaround-Story des britischen Triebwerkherstellers.

Rolls-Royce profitiert von Langstrecken-Nachfrage

Entscheidend für die UBS-Einschätzung ist die strukturelle Abschirmung von Rolls-Royce gegenüber direkten Konfliktrisiken. Selbst bei anhaltenden Spannungen im Nahen Osten würden Langstreckenkapazitäten laut UBS eher um den betroffenen Luftraum herumgeleitet, anstatt direkt zu schrumpfen. Da Rolls-Royce einen erheblichen Teil seines Umsatzes mit der Wartung von Langstreckentriebwerken – dem sogenannten Aftermarket – erzielt, bleibt der Gegenwind für das Wachstum der Triebwerksflugstunden begrenzt. Jüngste Branchenrückmeldungen deuten zudem auf einen angespannteren Markt für Großraumflugzeuge hin, was als zunehmend positives Signal für das Unternehmen gewertet wird.

Auf der Verteidigungsseite setzt die UBS auf BAE Systems mit einem Kursziel von 2.600 Pence und einem implizierten Aufwärtspotenzial von rund 26 Prozent. Der britische Rüstungskonzern gilt den Analysten als deutlichster europäischer Profiteur des strukturellen Trends zur elektronischen Kampfführung.

BAE Systems mit einzigartiger geografischer Aufstellung

Besonders hervorzuheben ist die geografische Diversifizierung von BAE Systems unter den europäischen Rüstungskonzernen. Das Unternehmen generiert rund 43 Prozent seines Umsatzes mit US-Kunden und weitere 10 Prozent mit Abnehmern aus der Golfregion – zwei der strategisch aktivsten Märkte für Verteidigungsausgaben weltweit. Diese doppelte Hebelwirkung verleiht BAE eine besondere Stabilität in turbulenten Zeiten.

Da europäische Regierungen ihre Rüstungsausgaben beschleunigen und die Golfstaaten angesichts regionaler Instabilität ihre Sicherheitsinvestitionen ausbauen, erscheinen Auftragsbestand und Umsatzvisibilität von BAE Systems laut UBS zunehmend gut abgesichert. Für Anleger, die ein Engagement im Verteidigungssektor mit sowohl kurzfristigen Katalysatoren als auch langfristiger Ertragsstabilität suchen, sieht die UBS in BAE das bevorzugte Instrument.

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