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UBS sieht Kupferdefizit 2026 als Chance für Long-Positionen

Trotz Preisvolatilität bleibt UBS bullish auf Kupfer – ein prognostiziertes Marktdefizit von 520.000 Tonnen stützt die Strategie.

UBS sieht Kupferdefizit 2026 als Chance für Long-Positionen

Die UBS hält trotz jüngster Preisvolatilität an ihrem positiven Ausblick für Kupfer fest. Die LME-Kupferpreise behaupten sich über der Marke von 13.000 US-Dollar pro Tonne, nachdem sie zuvor erzielte Gewinne teilweise wieder abgegeben hatten. Die Schweizer Großbank sieht in Kursrücksetzern weiterhin eine Kaufgelegenheit.

Ein wesentlicher Faktor für die aktuelle Marktdynamik ist die anhaltende Unsicherheit rund um mögliche US-Zölle auf Kupfer. Laut UBS zieht diese Unsicherheit kontinuierlich Material in den US-amerikanischen COMEX-Markt, was die Lagerbestandsdynamik außerhalb der Vereinigten Staaten spürbar beeinflusst. Trotz dieses kurzfristigen Gegenwinds bewertet die Bank die grundlegenden Angebots- und Nachfragefundamentaldaten als unverändert solide.

Zölle und Minenentscheidung im Fokus

Besondere Aufmerksamkeit gilt derzeit zwei zentralen Themen: den Kupferzöllen nach „Section 232" sowie der ausstehenden Entscheidung über die Mine Cobre Panama. Beide Entwicklungen werden im weiteren Jahresverlauf erwartet und könnten die Preisentwicklung maßgeblich beeinflussen. Die Section-232-Regelung ermöglicht es der US-Regierung, aus Gründen der nationalen Sicherheit Zölle auf Importe zu erheben – ein Instrument, das zuletzt verstärkt diskutiert wird.

Die Mine Cobre Panama, eine der größten Kupferminen der Welt, war nach Protesten und einem Gerichtsentscheid Ende 2023 stillgelegt worden. Ihre mögliche Wiedereröffnung oder ein endgültiger Entscheid über ihren Status gilt als bedeutender Faktor für das globale Kupferangebot.

Marktdefizit von 520.000 Tonnen erwartet

Das Kernargument der UBS für ihre bullishe Haltung ist ein prognostiziertes Marktdefizit von 520.000 Tonnen für das Jahr 2026. Ein solches Angebotsdefizit – bei dem die Nachfrage das verfügbare Angebot übersteigt – wirkt strukturell preistreibend und stützt Long-Positionen im Kupfermarkt. Für Anleger bedeutet dies, dass die Bank Rücksetzer im Kupferpreis als Einstiegsgelegenheiten betrachtet.

Ergänzend empfiehlt die UBS den Verkauf von Abwärtsrisiken bei den Kupferpreisen als alternative Strategie zur Renditesteigerung. Diese Vorgehensweise – auch als das Verkaufen von Put-Optionen bekannt – erlaubt es Investoren, von einer stabilen oder steigenden Preisentwicklung zu profitieren, ohne direkt Long-Positionen eingehen zu müssen.

Kupfer gilt als wichtiger Frühindikator für die globale Konjunktur und ist ein Schlüsselrohstoff für die Energiewende, da es in Elektrofahrzeugen, Windkraftanlagen und Stromnetzen in großen Mengen benötigt wird. Die strukturelle Nachfrage aus diesen Bereichen dürfte das von der UBS prognostizierte Defizit langfristig untermauern.

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