UBS zahlt 125 Millionen Dollar Strafe für mangelhafte Geldwäschekontrollen
Das US-Finanzministerium verhängt Rekordstrafe gegen die Schweizer Großbank – trotz bereits erfolgter Sanktionierung im Jahr 2018.

Das US-Finanzministerium hat gegen die UBS eine Rekordstrafe in Höhe von 125 Millionen US-Dollar verhängt. Der Grund: Die Schweizer Großbank hat es versäumt, angemessene Kontrollen zur Bekämpfung von Geldwäsche einzuführen. Besonders schwer wiegt dabei, dass die Bank bereits 2018 wegen ähnlicher Mängel sanktioniert worden war.
Konkret betroffen ist UBS Financial Services (UBSFS), die US-amerikanische Tochtergesellschaft der Schweizer Bank. UBSFS fungiert als Broker-Dealer- und Wealth-Management-Einheit und ist damit ein zentraler Bestandteil des US-Geschäfts der UBS. Laut den Erkenntnissen des Financial Crimes Enforcement Network (FinCen) des US-Finanzministeriums versäumte es die Einheit, ein wirksames Programm zur Bekämpfung von Geldwäsche zu implementieren.
Wiederholter Verstoß trotz früherer Sanktionierung
Besonders brisant ist der Umstand, dass die UBS bereits im Jahr 2018 wegen vergleichbarer Mängel in ihren Geldwäschekontrollen sanktioniert wurde. Trotz dieser Vorwarnung wurden die notwendigen Verbesserungen offenbar nicht ausreichend umgesetzt. Dieser Wiederholungscharakter dürfte maßgeblich zur Höhe der nun verhängten Rekordstrafe beigetragen haben.
Das Financial Crimes Enforcement Network (FinCen) ist eine Behörde des US-Finanzministeriums, die für die Bekämpfung von Finanzkriminalität, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zuständig ist. Banken und Finanzdienstleister sind in den USA gesetzlich verpflichtet, sogenannte Anti-Money-Laundering-Programme (AML) zu betreiben, die verdächtige Transaktionen erkennen und melden. Verstöße gegen diese Pflichten können empfindliche Strafen nach sich ziehen.
Bedeutung für den Schweizer Bankensektor
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Zur AktienanalyseFür die UBS, die nach der Übernahme der Credit Suisse im Jahr 2023 zur größten Schweizer Bank aufgestiegen ist, stellt die Strafe einen erheblichen Reputationsschaden dar. Der Fall verdeutlicht, wie ernst US-Behörden die Einhaltung von Geldwäschevorschriften nehmen – insbesondere bei Wiederholungstätern. Internationale Banken mit US-Geschäft stehen damit unter besonders strenger Beobachtung der amerikanischen Regulierungsbehörden.
Für deutsche Privatanleger und Beobachter des europäischen Bankensektors ist der Fall ein weiteres Beispiel dafür, dass Compliance-Verstöße bei großen Finanzinstituten erhebliche finanzielle und regulatorische Konsequenzen haben können. Die Höhe der Strafe von 125 Millionen US-Dollar unterstreicht den Willen der US-Behörden, Verstöße gegen Geldwäschegesetze konsequent zu ahnden – unabhängig von der Größe oder dem internationalen Ansehen des betroffenen Instituts.


