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Uganda-Wahl: Museveni strebt fünfte Amtszeit an

In Uganda finden unter hoher Sicherheitspräsenz Präsidentschaftswahlen statt. Der 81-jährige Amtsinhaber Yoweri Museveni tritt gegen den populären Sänger Bobi Wine an. Die Abstimmung wird von Internetsperre und Gewaltvorwürfen überschattet.

Uganda-Wahl: Museveni strebt fünfte Amtszeit an

In Uganda haben am Donnerstag angespannte Präsidentschaftswahlen begonnen. Der seit 1986 regierende Staatschef Yoweri Museveni (81) strebt seine fünfte Amtszeit an und erklärte nach seiner Stimmabgabe, er erwarte 80 Prozent der Stimmen. Sein Hauptherausforderer ist der 43-jährige Sänger Bobi Wine, der vor allem junge Wähler mobilisiert.

Internetsperre und technische Probleme

Die Wahl findet unter außergewöhnlichen Bedingungen statt. Die Behörden kappten bereits am Dienstag landesweit den Internetzugang, offiziell um Desinformation einzudämmen. In der Hauptstadt Kampala patrouilliert starke Polizeipräsenz. Zudem öffneten einige Wahllokale verspätet, da biometrische Wählerverifizierungsgeräte nicht funktionierten.

Gewaltsame Wahlkampagne

Der Wahlkampf war von erheblicher Gewalt geprägt. Sicherheitskräfte eröffneten wiederholt das Feuer auf Veranstaltungen von Bobi Wine, mindestens eine Person wurde getötet und Hunderte Anhänger verhaftet. Die Regierung rechtfertigte diese Maßnahmen als Reaktion auf angeblich gesetzloses Verhalten der Opposition.

Strategische Bedeutung für den Westen

Museveni hat Uganda als wichtigen strategischen Partner westlicher Nationen positioniert. Das Land entsendet Truppen in regionale Krisengebiete wie Somalia und hat Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Die Wirtschaft könnte stark profitieren, wenn die Ölförderung aus Feldern der französischen TotalEnergies und der chinesischen CNOOC in diesem Jahr beginnt.

Nachfolgefrage spaltet

Analysten sehen in der Wahl auch einen Test für Musevenis politische Stärke. Es wird vermutet, dass er seinen Sohn Muhoozi Kainerugaba, den Militärchef, als Nachfolger favorisiert. Dies stößt jedoch auf Widerstand innerhalb der Regierungspartei. Museveni hat die Verfassung bereits zweimal geändert, um Alters- und Amtszeitbeschränkungen aufzuheben.

Junge Wähler fordern Wandel

Bobi Wine, mit bürgerlichem Namen Robert Kyagulanyi, spricht gezielt junge Ugander an. In einem Land mit einem Durchschnittsalter von knapp über 16 Jahren sind viele frustriert über mangelnde wirtschaftliche Perspektiven. Wine forderte seine Anhänger auf, bei möglichen Wahlfälschungen gewaltlos zu protestieren.

Die Wahllokale schließen um 16 Uhr Ortszeit, Ergebnisse werden innerhalb von 48 Stunden erwartet. Neben dem Präsidenten wählen die Ugander auch mehr als 500 Parlamentsmitglieder. Die USA hatten Musevenis letzten Wahlsieg 2021 als weder frei noch fair kritisiert.

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