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Ukraine legt Entwurf für Mineralienabkommen vor

USA prüfen Bedingungen – Sicherheitsgarantien weiter ungewiss

Ukraine legt Entwurf für Mineralienabkommen vor

Die Ukraine hat die Arbeiten an einem Entwurf für ein Mineralienabkommen abgeschlossen und diesen zur Prüfung an die Vereinigten Staaten übergeben. Dies teilten zwei Mitglieder der ukrainischen Delegation am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz mit. Die US-Seite habe sich bis 17 Uhr Zeit erbeten, um den Entwurf zu prüfen, so die Quellen. Das Abkommen steht im Zentrum der Bemühungen der Ukraine, die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump zu gewinnen, der auf eine rasche Beendigung des Krieges mit Russland drängt.

Einer der Delegierten erklärte, die ukrainische Seite habe ihre Vorstellungen übermittelt, und die Vereinigten Staaten hätten um eine Pause bis 17 Uhr gebeten, um die Inhalte zu bewerten. Eigentlich war am Freitagmorgen ein Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem US-Vizepräsidenten JD Vance geplant gewesen. Nach Angaben der Quelle wurde dieses Gespräch jedoch auf Wunsch der amerikanischen Seite auf den späten Nachmittag verschoben.

Auf die Frage, ob noch am selben Tag eine Einigung über das Mineralienabkommen zu erwarten sei, äußerte sich Vance in München zurückhaltend und sagte lediglich: „Mal sehen.“ Die ukrainische Regierung hatte zuvor signalisiert, dass sie bereit sei, ihre umfangreichen Vorkommen an strategisch wichtigen Mineralien für Investitionen aus den USA zu öffnen. Dies sei Teil der Bemühungen Kiews, im Gegenzug Sicherheitsgarantien der Vereinigten Staaten zu erhalten.

US-Finanzminister Scott Bessent war am Mittwoch nach Kiew gereist und hatte der ukrainischen Führung einen von den Vereinigten Staaten ausgearbeiteten Vertragsentwurf vorgelegt. Präsident Selenskyj erklärte daraufhin, die Ukraine werde den Vorschlag prüfen, um in München möglicherweise zu einer Einigung zu gelangen. Der genaue Inhalt des Entwurfs ist nicht bekannt. Insbesondere bleibt unklar, ob darin die von der Ukraine geforderten Sicherheitszusagen enthalten sind, die das Land vor einem erneuten russischen Angriff schützen sollen, falls es zu einem Friedensschluss kommen sollte.

Trump hatte sich bislang nicht eindeutig dazu geäußert, ob er die militärische Unterstützung für die Ukraine fortsetzen werde. Er forderte jedoch die Lieferung von Rohstoffen im Wert von 500 Milliarden US-Dollar aus der Ukraine und betonte, dass die Unterstützung der Vereinigten Staaten „abgesichert“ sein müsse. Selenskyj hatte kürzlich in einem Interview die Eckpunkte des angestrebten Abkommens skizziert und eine Karte mit Mineralvorkommen präsentiert. Er betonte, dass es sich um eine Partnerschaft zur gemeinsamen Erschließung der Ressourcen handle und die Ukraine ihre Bodenschätze nicht einfach abgeben werde.

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