ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Umfangreicher Stellenabbau bei Moller-Maersk

Container-Riese streicht fast 9 Prozent der Stellen wegen rückläufiger Nachfrage

Umfangreicher Stellenabbau bei Moller-Maersk

In einer bemerkenswerten Wendung der Ereignisse gab die global agierende dänische Schifffahrtsgesellschaft Moller-Maersk, die als zweitgrößter Akteur in der Container-Reedereibranche gilt, kürzlich bekannt, dass sie einen erheblichen Anteil ihrer Belegschaft freistellen wird. Angesichts eines spürbaren Rückgangs im Containergeschäft sieht sich das Unternehmen gezwungen, mehr als 10.000 Arbeitsplätze zu streichen, was nahezu neun Prozent der Gesamtbelegschaft entspricht.

Die derzeitige Konjunkturlage, geprägt von einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, hat zu einer spürbaren Verringerung von Bestellungen geführt. Dies zwingt Unternehmen weltweit dazu, ihre Lagerbestände zu reduzieren anstatt neue Güter zu bestellen. Dieser Trend wird durch die Aussage des Maersk-CEOs Vincent Clerc unterstrichen, der trotz einer leichten Erholung keinen größeren Aufschwung nach Jahresende erwartet.

Der Konzern, der zu Beginn des Jahres 2023 noch eine Belegschaft von 110.000 Personen zählte, plant, seine Mitarbeiterzahl auf unter 100.000 zu senken. Ein Teil dieses Prozesses wurde bereits umgesetzt. Diese Entscheidung soll dem Unternehmen helfen, im kommenden Jahr 600 Millionen US-Dollar einzusparen, während die Restrukturierungskosten auf 350 Millionen Dollar geschätzt werden.

Das geschäftliche Umfeld ist gegenwärtig von hoher Unsicherheit geprägt. Die vergangenen Jahre sahen Reedereien wie Moller-Maersk und Hapag-Lloyd – ein weiterer Gigant in der Branche – noch enorme Gewinne erzielen. Diese waren vor allem auf hohe Frachtraten zurückzuführen, die durch eine starke Nachfrage nach Konsumgütern und gleichzeitig stockende globale Lieferketten verursacht wurden. Doch die Zeiten haben sich geändert. Die Frachtraten sind nun auf ein Niveau gesunken, das nahe an das von 2019 heranreicht.

Blickt man auf die nahe Zukunft, so zeigt sich das Unternehmen weniger optimistisch. Für die kommenden zwei bis drei Jahre wird ein verhaltenes Geschäftsklima erwartet. Es wird prognostiziert, dass der weltweite Containerhandel in diesem Jahr zwischen 0,5 und 2 Prozent schrumpfen wird. Trotz einer geringfügig positiveren Einschätzung im Vergleich zu früheren Vorhersagen, bleibt die Situation angespannt.

Die angespannte Branchensituation machte sich bereits im vergangenen Quartal bemerkbar, als der operative Gewinn von Moller-Maersk erheblich einbrach. Der Vorstandschef prognostiziert für dieses Jahr einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) am unteren Ende der avisierten Spanne von 3,5 bis 5 Milliarden Dollar. Nach Bekanntgabe der aktuellen Lage brach der Aktienkurs des Unternehmens um etwa elf Prozent ein, ein deutliches Zeichen für die Sorgen und Unsicherheiten, die die Investoren hegen.

LogistikDänemark

Disclaimer