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Umfrage: Amerikaner brauchen 1,2 Millionen Dollar für komfortablen Ruhestand

Eine neue Schroders-Umfrage zeigt: Trotz hohem Sparziel rechnen die meisten Amerikaner damit, dieses deutlich zu verfehlen.

Umfrage: Amerikaner brauchen 1,2 Millionen Dollar für komfortablen Ruhestand

Für einen komfortablen Ruhestand halten US-Amerikaner Ersparnisse von 1,2 Millionen Dollar für notwendig. Das ist das zentrale Ergebnis einer neuen Umfrage des globalen Investmentmanagers Schroders. Doch zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft eine erhebliche Lücke – und das mit weitreichenden Konsequenzen für Millionen von Rentnern.

Besonders aufschlussreich ist der Blick auf die Teilnehmer betrieblicher Altersvorsorgepläne: Lediglich 30% von ihnen glauben, dass sie vor dem Renteneintritt tatsächlich die Marke von einer Million Dollar erreichen werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass rund sieben von zehn Befragten nicht einmal die niedrigere Schwelle von einer Million Dollar – also 200.000 Dollar weniger als das angestrebte Ziel – für realistisch halten.

Mehr als die Hälfte erwartet weniger als 500.000 Dollar

Noch alarmierender ist ein weiteres Ergebnis der Schroders-Umfrage: Mehr als die Hälfte der Befragten – konkret 51% – geht davon aus, zum Zeitpunkt des Renteneintritts weniger als 500.000 Dollar angespart zu haben. Das entspricht weniger als der Hälfte des als notwendig erachteten Betrags von 1,2 Millionen Dollar.

Innerhalb dieser Gruppe gibt es eine besonders besorgniserregende Untergruppe: 24% der Befragten rechnen damit, beim Renteneintritt sogar noch weniger als 500.000 Dollar zur Verfügung zu haben. Diese Zahlen verdeutlichen, wie groß die Diskrepanz zwischen dem wahrgenommenen Bedarf und den realistischen Erwartungen vieler Amerikaner ist.

Einordnung für deutsche Anleger

Für deutsche Privatanleger bietet diese Umfrage interessante Vergleichspunkte. Während das deutsche Rentensystem stärker auf der gesetzlichen Rentenversicherung basiert, gewinnt auch hierzulande die private Altersvorsorge zunehmend an Bedeutung. Die Herausforderung, ausreichend für das Alter vorzusorgen, ist ein globales Phänomen – und die amerikanischen Zahlen zeigen eindrücklich, wie schwer es selbst in einem Land mit weit verbreiteten betrieblichen Altersvorsorgeplänen fällt, ausreichend Kapital aufzubauen.

Die Schroders-Umfrage richtet sich an Teilnehmer betrieblicher Altersvorsorgepläne, die in den USA weit verbreitet sind – etwa in Form von 401(k)-Plänen, bei denen Arbeitnehmer und häufig auch Arbeitgeber regelmäßig Beiträge einzahlen. Trotz dieser strukturellen Unterstützung zeigen die Ergebnisse, dass ein Großteil der Bevölkerung nicht auf Kurs ist, um die selbst gesteckten Sparziele zu erreichen.

Die Ergebnisse unterstreichen die wachsende Altersvorsorgelücke in den USA und werfen grundlegende Fragen über Sparverhalten, Finanzbildung und die Ausgestaltung von Rentensystemen auf – Fragen, die angesichts alternder Gesellschaften weltweit an Relevanz gewinnen.

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