ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Umschuldungsinitiative bei Immobilienriese

Tausch von Schulden gegen Unternehmensanteile vorgeschlagen

Umschuldungsinitiative bei Immobilienriese

In der Immobilienbranche zeichnet sich eine bemerkenswerte Entwicklung ab: Der führende chinesische Immobilienriese bietet seinen internationalen Gläubigern eine ungewöhnliche Lösung für seine Schuldenproblematik. Inmitten einer schwerwiegenden finanziellen Schieflage schlägt das Unternehmen vor, ausstehende Schulden durch Unternehmensanteile zu kompensieren.

Das Unternehmen, das mit einer Schuldenlast von circa 300 Milliarden Dollar zu kämpfen hat, konnte bereits im Vorjahr seine Verbindlichkeiten gegenüber ausländischen Anleiheinhabern nicht mehr bedienen. Als Teil einer neuartigen Umschuldungsinitiative schlägt das Unternehmen nun vor, bis zu 30 Prozent der Anteile an zwei seiner Tochtergesellschaften, die im Bereich Dienstleistungen und Elektrofahrzeugbau tätig sind, an die Gläubiger zu übergeben.

Insider, die Nähe zum Unternehmen haben, weisen jedoch darauf hin, dass die Gläubiger durch diesen Tausch voraussichtlich nur einen kleinen Teil der 19 Milliarden Dollar wiedererlangen würden, die sie dem Unternehmen geliehen haben. Bislang blieb eine offizielle Stellungnahme des Immobilienkonzerns aus.

Diese neueste Wendung kommt nach einer langen Phase des finanziellen Ungemachs, die im Vorjahr ihren Höhepunkt erreichte, als das Unternehmen seine Schulden bei internationalen Anleiheinhabern nicht bedienen konnte. Dies führte zu intensiven Verhandlungen mit Gläubigern über mögliche Umschuldungslösungen.

Einige Gläubiger haben sogar rechtliche Schritte eingeleitet, um eine Abwicklung des Unternehmens zu erwirken. Ein Gericht in Hongkong hat jedoch die Anhörung zu diesem Verfahren bis Anfang Dezember verschoben und dem Unternehmen eine Frist gesetzt, bis dahin einen überarbeiteten und "konkreten" Restrukturierungsvorschlag vorzulegen.

Die Situation des Immobilienkonzerns wurde weiter kompliziert durch die jüngsten rechtlichen Probleme einiger Manager einer Tochtergesellschaft sowie die zunehmende Aufmerksamkeit der Behörden auf den Gründer des Konzerns.

EvergrandeImmobilienSchuldenZinsenInvestoren

Disclaimer