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Uneinheitliche Wall Street und globale Marktsignale

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 Uneinheitliche Wall Street und globale Marktsignale

Die US-Börsen entwickelten sich uneinheitlich. Während der Dow Jones deutliche Verluste verzeichnete, stabilisierten sich Technologiewerte. Ausschlaggebend für den Rückgang im Dow war ein drastischer Kurssturz der UnitedHealth-Aktie. Der größte US-Krankenversicherer korrigierte seine Gewinnprognose deutlich nach unten, woraufhin die Aktie um 22,3 Prozent fiel. Grund dafür waren unerwartet hohe Behandlungskosten im staatlich unterstützten Medicare-Programm. Der Dow Jones schloss mit einem Minus von 1,33 Prozent bei 39.142 Punkten.

Die Nasdaq zeigte sich hingegen nach dem Rückschlag stabil. Der Index schloss nahezu unverändert bei 16.286 Punkten. Auch der S&P 500 legte leicht um 0,13 Prozent auf 5.282 Punkte zu. Trotz optimistischer Aussagen von Präsident Donald Trump zu den laufenden Zollverhandlungen mit Japan, China, Mexiko und der EU blieb die Stimmung an den Märkten angespannt.

Ein deutliches Plus verzeichnete die Aktie des Pharmakonzerns Eli Lilly, die um 14,3 Prozent zulegte. Positive Studiendaten zur Abnehmpille Orforglipron führten zu dem Kursanstieg. Im Gegensatz dazu verlor der dänische Konkurrent Novo Nordisk 7,6 Prozent. Google sah sich in einem weiteren Kartellverfahren mit einem Urteil wegen Monopolmissbrauchs konfrontiert. Das Unternehmen kündigte Berufung an. Zwei Gerichte könnten nun einschneidende Maßnahmen anordnen, darunter eine mögliche Abspaltung von Geschäftsbereichen.

Netflix übertraf mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten. Umsatz und Gewinn stiegen deutlich, der Gewinn je Aktie lag bei 6,61 Dollar. Die Aktie reagierte im nachbörslichen Handel mit einem Kursplus von über vier Prozent. Der DAX in Deutschland gab vor dem Osterwochenende leicht um 0,49 Prozent nach und schloss bei 21.205 Punkten.

Die Europäische Zentralbank senkte den Leitzins um weitere 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent. EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnte angesichts der globalen Unsicherheiten vor erhöhten Konjunkturrisiken. Der Euro blieb trotz zwischenzeitlicher Schwankungen weitgehend stabil. Der Goldpreis fiel nach Gewinnmitnahmen auf 3.317 Dollar pro Feinunze. Die Ölpreise stiegen angesichts der angespannten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran.

Aktien von Siemens Energy erreichten ein Rekordhoch nach Anhebung der Prognose. Rheinmetall sah ein Auftragspotenzial von bis zu 300 Milliarden Euro bis 2030. Evotec kündigte eine strategische Neuausrichtung an und erzielte deutliche Kursgewinne. L'Oréal überraschte mit starken Zahlen und profitierte insbesondere vom Asiengeschäft.

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