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Unilever wächst in den USA deutlich stärker als die Konkurrenz

Beauty-Marken treiben Nordamerika-Umsatz, Eiscreme-Abspaltung soll bis Jahresende abgeschlossen sein

Unilever wächst in den USA deutlich stärker als die Konkurrenz

Unilever hat im dritten Quartal ein deutliches Umsatzwachstum in Nordamerika erzielt und damit seine Wettbewerber „bei Weitem übertroffen“. Angetrieben wurde die Entwicklung vor allem durch zweistellige Zuwächse bei den Schönheitsmarken Dove, K18 und Nutrafol. Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern konnte mit einem bereinigten Umsatzplus von 3,9 % die Analystenerwartungen leicht übertreffen.

Konzernchef Fernando Fernandez, der das Unternehmen im März übernommen hat, setzt verstärkt auf margenstärkere Premiumprodukte im Bereich Schönheit und Körperpflege. Er verfolgt eine klare Strategie, um das Markenportfolio zu straffen, Kosten zu senken und unrentable Geschäftsbereiche zu veräußern. Dabei stehen die USA und Indien als Schlüsselmärkte im Fokus. Laut Fernandez legt Unilever besonderen Wert auf Premiumsegmente und digitalen Handel.

In Nordamerika stiegen die Umsätze um 5,5 %, was laut Analysten vor allem auf starkes Volumenwachstum im Bereich Körperpflege und Beauty zurückzuführen ist. Die Beauty- und Wellbeing-Sparte wuchs um 5,1 %, angetrieben durch Kernmarken wie Vaseline, Liquid I.V. und Hourglass. Analysten von Barclays bezeichneten die Entwicklung in Nordamerika als „überragend“, während Investoren die stabilen Absatzmengen als positives Signal werteten.

Unilever strebt an, ein jährliches Volumenwachstum von 2 % zu erreichen. Im dritten Quartal kam das Unternehmen diesem Ziel mit einem Anstieg von 1,7 % (ohne Eiscreme) näher. Die geplante Abspaltung des Eisgeschäfts, zu dem Marken wie Magnum, Ben & Jerry’s und Cornetto gehören, wurde aufgrund des jüngsten US-Regierungsstillstands auf Ende des Jahres verschoben. Diese Sparte wuchs im Quartal um 3,7 %.

In Indien blieb das Absatzwachstum weitgehend stabil. Steueränderungen führten dort vorübergehend zu geringeren Lagerbeständen im Handel und verschobenen Käufen der Verbraucher. Das Unternehmen erwartet jedoch eine Normalisierung der Marktbedingungen ab November. Unilever bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum zwischen 3 und 5 % und rechnet 2025 mit niedrigeren Restrukturierungskosten.

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