United vs. American: Machtkampf um Chicagos Flughafen O'Hare eskaliert
Zwei US-Luftfahrtriesen liefern sich einen erbitterten Streit um Slots und Marktanteile am wichtigen Knotenpunkt O'Hare.

Am Flughafen Chicago O'Hare tobt ein offener Konflikt zwischen zwei der größten US-Fluggesellschaften. American Airlines wirft United Airlines vor, den Flughafen systematisch mit Flügen zu überschwemmen und dabei das städtische Verfahren zur Kapazitätszuteilung gezielt zu missbrauchen. Ziel sei es, American Airlines aus dem Markt zu drängen, so der Vorwurf.
United Airlines weist diese Kritik entschieden zurück. Aus Sicht von United versuche American selbst, defizitäre Flugverbindungen hinzuzufügen, um verlorene Marktanteile zurückzugewinnen. Beide Fluggesellschaften betreiben O'Hare als wichtigen Hub – der Flughafen zählt zu den meistfrequentierten der Vereinigten Staaten.
FAA schaltet sich ein
Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) hat den Konflikt nun auf die regulatorische Ebene gehoben. Sie schlug vor, die Fluganzahl am O'Hare auf dem Niveau des vergangenen Sommers zu deckeln, um Verspätungen und Kapazitätsengpässe zu vermeiden. Dieser Schritt würde die betroffenen Airlines zwingen, mehr als 400 Flüge aus ihren Sommerflugplänen zu streichen.
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Zur AktienanalyseDie FAA kündigte für diese Woche ein weiteres Treffen mit den Fluggesellschaften an. Für Passagiere könnte die Auseinandersetzung spürbare Folgen haben: Weniger Flüge bedeuten potenziell höhere Ticketpreise und eingeschränkte Verbindungen ab Chicago. Der Ausgang der Verhandlungen dürfte die Wettbewerbssituation an einem der strategisch bedeutendsten Flughäfen der USA nachhaltig prägen.


