UPS streicht 30.000 weitere Stellen nach Amazon-Trennung
Der US-Paketdienstleister UPS plant 2026 den Abbau von weiteren 30.000 Arbeitsplätzen. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Sanierungsplans und der Beendigung der Partnerschaft mit Amazon.

United Parcel Service (UPS) hat am Dienstag einen massiven Stellenabbau angekündigt. Der Logistikkonzern will in diesem Jahr weitere 30.000 Arbeitsplätze streichen – zusätzlich zu den bereits 48.000 gestrichenen Stellen im vergangenen Jahr. Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit der Beendigung der langjährigen Partnerschaft mit Amazon und einem mehrjährigen Sanierungsprogramm unter CEO Carol Tomé.
Finanzvorstand Brian Dykes erklärte in einer Analystenkonferenz nach Veröffentlichung der Quartalszahlen, dass UPS die Betriebsstunden im Zusammenhang mit dem wegfallenden Amazon-Geschäft um etwa 25 Millionen reduzieren werde. Amazon war zuvor der größte Kunde des Paketdienstleisters, beide Unternehmen fahren ihre Zusammenarbeit jedoch schrittweise zurück.
Massive Standortschließungen geplant
Neben dem Personalabbau hat UPS 24 Standorte identifiziert, die in der ersten Jahreshälfte 2026 geschlossen werden sollen. Weitere Schließungen im späteren Jahresverlauf sind möglich. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Konzern 93 Standorte geschlossen. Gleichzeitig plant das Unternehmen, die Automatisierung in seinem Netzwerk weiter auszubauen, um Effizienzgewinne zu erzielen.
Der Stellenabbau 2025 betraf 34.000 Mitarbeiter im operativen Bereich und 14.000 im Management – deutlich mehr als die ursprünglich geschätzten 20.000 Stellen. Ein Vertreter der Gewerkschaft Teamsters betonte, dass die Gewerkschaftsmitarbeiter "ihren Wert weiterhin kennen", sollte UPS erneut ein Abfindungsprogramm auflegen.
Drei Milliarden Dollar Einsparungen erwartet
UPS rechnet mit Gesamteinsparungen von drei Milliarden US-Dollar durch die Auflösung der Amazon-Beziehung. Die am Dienstag vorgelegten Zahlen für das vierte Quartal übertrafen die Erwartungen der Wall Street. Das Unternehmen verwies auf ermutigende Fortschritte bei seinen Sanierungsbemühungen. Die Börse honorierte die Nachricht: Die UPS-Aktie legte im Vormittagshandel um vier Prozent zu.
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Zur AktienanalyseHintergrund für deutsche Anleger
Der Umbau bei UPS zeigt exemplarisch, wie sich die Logistikbranche nach dem Corona-Boom neu sortiert. Während der Pandemie hatte der Online-Handel massiv zugelegt, was zu Überkapazitäten führte. Zudem baut Amazon sein eigenes Liefernetzwerk kontinuierlich aus und ist weniger auf externe Dienstleister angewiesen. Für Investoren ist entscheidend, ob UPS durch die Restrukturierung profitabler wird und neue Großkunden gewinnen kann.


