Uran-Trends 2022: Energiemetall an der Börse einer der Top-Performer
Das geringe Angebot bei Uran bleibt auch an der Börse ein Dauerthema.

Nach der bahnbrechenden Performance in 2020, als Uran zu den am besten abschneidenden Rohstoffen des Jahres gehörte, war 2021 ein weiteres lukratives Jahr für den wichtigen Energieträger.
Angetrieben von dieser positiven Entwicklung stiegen die Uranpreise bis Dezember um 45 Prozent, nachdem sie zu Beginn des Jahres bei 30 US$ pro Pfund standen. Auf seinem Höhepunkt hatte das Energiemetall 83,83 Prozent an Wert gewonnen und übertraf damit sowohl Gold als auch Silber.
Die anhaltenden Angebots- und Nachfrageprobleme, das Aufkommen eines physischen Uran-Investmentvehikels und die Prognosen für eine steigende Nachfrage durch grüne Energie haben sich im Jahr 2021 positiv auf den Uranpreis ausgewirkt.
Uran-Trends 2021: Geringes Angebot bleibt ein Dauerthema
Das sinkende Angebot ist zu einem bedeutenden Preistreiber im Uranbereich geworden, wobei die jährliche Produktion bis 2020 auf 56 287 Tonnen beziehungsweise 74 Prozent der weltweiten Nachfrage sank. Der Produktionsrückgang, der größtenteils durch pandemiebedingte Stilllegungen und Unterbrechungen verursacht wurde, folgte auf Jahre schwacher Preise, die sich auch auf die Produktion ausgewirkt haben.
„Der derzeit gedrückte Uranmarkt hat nicht nur zu einem starken Rückgang der Uranexplorationsaktivitäten geführt (um 77 Prozent von 2,12 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 auf knapp 483 Millionen US-Dollar im Jahr 2018), sondern auch zur Drosselung der Uranproduktion in bestehenden Minen, wobei mehr als 20.500 Tonnen der Jahresproduktion stillgelegt wurden“, heißt es im Bericht der World Nuclear Association über Kernbrennstoffe.

In der Branchenübersicht der Organisation heißt es weiter, dass das Angebot für 2020 um fast 30 Prozent unter der Menge lag, die für den Betrieb der derzeitigen weltweiten Kernkraftwerksflotte erforderlich ist.
Diese Diskrepanz wird durch die steigende Nachfrage, die vor allem aus China kommt, noch verschärft und erfordert eine Steigerung der jährlichen Produktion bis weit ins nächste Jahrzehnt hinein.
Dadurch eröffnen sich an der Börse gleichzeitig enorme Möglichkeiten, die wir im weiteren Teil dieses Berichts genauer darstellen werden.
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Zur Aktienanalyse„Unabhängig vom Uranversorgungsszenario wird sich die Kapazität aller derzeit bekannten Bergbauprojekte bis zum Ende des Prognosezeitraums mindestens verdoppeln müssen“, wie es in dem Dokument lautet. „Es besteht kein Zweifel daran, dass genügend Uranressourcen vorhanden sind, um den künftigen Bedarf zu decken; die Produzenten warten jedoch darauf, dass sich der Markt wieder ausgleicht, um mit der Produktion zu beginnen und Reinvestitionen in neue Kapazitäten und die Wiederaufnahme der Produktion bei stillgelegten Projekten zu tätigen.
Für die Produzenten gilt die 50- bis 60-US$-Schwelle seit langem als das Niveau, das erforderlich ist, um stillgelegte Projekte wieder in Gang zu bringen und neue Lieferungen zu ermöglichen. Im September 2021 erreichten die Preise kurzzeitig die 50-USD-Marke – ein Neunjahreshoch –, konnten diesen Wert aber nicht halten und rutschten einige Tage später wieder in den Bereich von 45 US-Dollar.
Vor dem Anstieg auf 50 US-Dollar bewegten sich die Preise in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 in einer Bandbreite von unter 35 US-Dollar.


