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US-Aktienfonds verzeichnen vierte Woche in Folge starke Zuflüsse

Hoffnungen auf Deeskalation im Iran-Konflikt und ein Waffenstillstand im Libanon beflügeln die Kauflaune der Anleger.

US-Aktienfonds verzeichnen vierte Woche in Folge starke Zuflüsse

US-Aktienfonds zogen in der vergangenen Woche netto 21,25 Milliarden US-Dollar an – die vierte Woche in Folge mit positiven Zuflüssen. Laut Daten des Finanzdienstleisters LSEG Lipper trieben geopolitische Entspannungssignale die Investoren zurück in den Aktienmarkt. Der S&P 500 und der technologielastige Nasdaq verzeichneten am Donnerstag den zweiten Rekordschlussstand in Folge.

Ausschlaggebend für die positive Stimmung waren gleich zwei geopolitische Entwicklungen: Israel stimmte einem vorübergehenden Waffenstillstand mit dem Libanon zu, und US-Präsident Donald Trump signalisierte, dass Washington und Teheran sich am Wochenende erneut treffen könnten. Diese Aussichten auf eine Deeskalation im Nahen Osten gaben Anlegern weltweit Rückenwind.

Starke Nachfrage nach Large-Cap- und Branchenfonds

Besonders gefragt waren US-Large-Cap-Fonds, die Nettomittelzuflüsse von 7,58 Milliarden US-Dollar verzeichneten – ein deutlicher Sprung gegenüber lediglich rund 662 Millionen Dollar in der Vorwoche. Small-Cap-Fonds verbuchten Nettoinvestitionen von 284 Millionen Dollar, während Mid-Cap-Fonds mit Abflüssen von 389 Millionen Dollar gegen den Trend liefen.

Branchenfonds erlebten ihre stärkste Nachfragewoche seit über vier Jahren und zogen wöchentliche Nettozuflüsse von 7,39 Milliarden Dollar an. An der Spitze standen Technologiefonds mit Zuflüssen von 5,63 Milliarden Dollar, gefolgt von Industriefonds mit 897 Millionen Dollar und Gesundheitswesenfonds mit 694 Millionen Dollar.

Rentenfonds und Geldmarktfonds unter Druck

Während Aktien glänzten, zogen Anleger aus Rentenfonds netto 833 Millionen Dollar ab – ein deutlicher Stimmungsumschwung nach Nettozuflüssen von 9,59 Milliarden Dollar in der Vorwoche. Besonders Staatsanleihen- und Treasury-Fonds mit kurzen bis mittleren Laufzeiten erlitten wöchentliche Nettoverkäufe von 5,42 Milliarden Dollar. Damit endete eine 14-wöchige Phase kontinuierlicher Zuflüsse in dieses Segment.

Allgemeine inländische steuerpflichtige Rentenfonds bildeten eine Ausnahme und zogen 2,33 Milliarden Dollar an – der höchste wöchentliche Betrag seit dem 18. Februar.

Der auffälligste Datenpunkt der Woche betrifft jedoch Geldmarktfonds: US-Anleger zogen netto 177,72 Milliarden Dollar aus diesen Instrumenten ab. Das ist der größte wöchentliche Ausverkauf in diesem Segment seit mindestens September 2018. Dieser massive Abfluss aus als sicher geltenden Geldmarktprodukten deutet darauf hin, dass Anleger Kapital aktiv in risikoreichere Anlageklassen wie Aktien umschichten – ein klassisches Zeichen für wachsenden Risikoappetit an den Märkten.

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