ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

US-Aktienmärkte erholen sich rasant – Experten sehen Krieg als vorbei

Die Erholung an den US-Börsen übertrifft in ihrer Geschwindigkeit sogar den Aufschwung nach dem Liberation Day vom Vorjahr.

US-Aktienmärkte erholen sich rasant – Experten sehen Krieg als vorbei

Die US-Aktienmärkte befinden sich im Höhenflug. Der S&P 500 markierte neue Intraday- und Schlusskurshöchststände, der Nasdaq verzeichnete einen Rekordschlusskurs – und das alles trotz anhaltender geopolitischer Spannungen rund um den Iran-Konflikt. Anleger scheinen die Unsicherheiten zunehmend auszublenden und setzen wieder auf Wachstum.

„Was den Aktienmarkt betrifft, ist der Krieg bis auf Weiteres vorbei", brachte es Ed Yardeni von Yardeni Research auf den Punkt. Diese Einschätzung spiegelt die aktuelle Marktstimmung treffend wider: Obwohl die geopolitischen Auseinandersetzungen noch nicht beendet sind, preisen die Märkte das Schlimmste offenbar nicht mehr ein.

Rekordtempo bei der Erholung

Besonders bemerkenswert ist die Geschwindigkeit der Erholung. Henry Allen, Makrostratege bei der Deutschen Bank, stellte fest, dass der S&P 500 in den letzten zehn Handelstagen um fast 10 Prozent gestiegen ist. „Eine so schnelle Gewinnserie haben wir seit der Rallye nach der Pandemie im April 2020 nicht mehr gesehen", so Allen. Damit übertrifft die aktuelle Erholung in ihrem Tempo sogar den Aufschwung nach dem sogenannten Liberation Day des Vorjahres.

Angeführt wird die Rallye von den größten Schwergewichten im S&P 500. Der Roundhill Magnificent Seven ETF (MAGS), der die sieben größten US-Technologiekonzerne abbildet, stieg seit Anfang April bis zum Handelsschluss am Mittwoch um mehr als 11 Prozent. Damit übertraf er sowohl den gleichgewichteten Invesco S&P 500 Equal Weight Fund (RSP) als auch den marktkapitalisierungsgewichteten State Street SPDR S&P 500 (SPY). US-Aktien befinden sich damit für das laufende Jahr wieder in der Gewinnzone.

Angstbarometer und Rohöl geben nach

Auch die Stimmungsindikatoren senden positive Signale. Das sogenannte Angstbarometer, der CBOE VIX-Index, setzte seinen Rückgang fort. Gleiches gilt für den US-Dollar-Index und die Rohöl-Futures – alle drei verzeichneten bis zum Handelsschluss am Mittwoch weitere Verluste. Dies deutet darauf hin, dass Anleger das Risikoniveau am Markt deutlich niedriger einschätzen als noch vor wenigen Wochen.

Die positive Dynamik erfasste auch kleinere Aktien. Zudem sehen Börsenexperten kurzfristiges Aufwärtspotenzial im Zuge der laufenden Berichtssaison. Nicholas Colas und Jessica Rabe von DataTrek schrieben in einer Notiz, dass die letzten beiden US-Berichtssaisons für den S&P 500 „glanzlos" verlaufen seien und den langfristigen Durchschnitt von plus 7 Prozent bei den Gewinnüberraschungen gegenüber den Schätzungen nicht erreicht hätten. Die Berichte für das erste Quartal sollten „diesen Benchmark erreichen und die Grundlage für eine Fortsetzung der Rallye bilden", so die Analysten.

Vorsicht bleibt bei einigen Investoren

Nicht alle Marktteilnehmer teilen die Euphorie. Einige Anleger weisen darauf hin, dass wichtige Fragen zu Energiepreisen, dem Arbeitsmarkt und dem Handel weiterhin offen sind. Das Team hinter dem Osterweis Strategic Income Fund (OSTIX) formulierte es in seinem jüngsten Quartalsausblick deutlich: „Die Kombination aus erhöhter wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit erscheint uns beispiellos." Daher behalte man die defensive Haltung bei, „bis sich einige dieser gegenläufigen Strömungen aufgelöst haben."

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung an den US-Märkten von besonderer Bedeutung, da der S&P 500 und der Nasdaq als globale Leitindizes die Stimmung an den europäischen Börsen maßgeblich beeinflussen. Die Frage, ob die aktuelle Rallye nachhaltig ist oder lediglich eine technische Gegenbewegung darstellt, dürfte die Märkte in den kommenden Wochen weiter beschäftigen – insbesondere mit Blick auf die laufende Berichtssaison und die noch ungelösten geopolitischen Risiken.

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