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US-Aluminiumpreise auf Rekordniveau: Trump-Zölle treiben Kosten

Die Aluminiumpreise für US-Verbraucher sind auf über 5.200 Dollar pro Tonne gestiegen – ein Anstieg von 40 Prozent seit Juni 2025. Haupttreiber sind die von Präsident Trump verdoppelten Importzölle und schrumpfende Lagerbestände.

US-Aluminiumpreise auf Rekordniveau: Trump-Zölle treiben Kosten

Die Aluminiumpreise in den USA haben ein Rekordniveau erreicht und belasten zunehmend Branchen wie die Automobil-, Luftfahrt-, Verpackungs- und Bauindustrie. Seit US-Präsident Donald Trump im Juni 2025 die Importzölle auf Aluminium auf 50 Prozent verdoppelt hat, sind die Kosten für US-Verbraucher um 40 Prozent auf über 5.200 Dollar pro metrische Tonne gestiegen. Die steigenden Rohstoffkosten erhöhen die Herstellungskosten, schmälern die Margen und treiben letztlich die Inflation.

London Metal Exchange verzeichnet Preisanstieg

Parallel zu den US-Zollmaßnahmen haben auch globale Lieferengpässe die Preise an der London Metal Exchange (LME) in die Höhe getrieben. In den vergangenen zwölf Monaten stiegen die LME-Aluminiumpreise um mehr als 20 Prozent und erreichten den höchsten Stand seit April 2022. Damals hatten Käufer begonnen, russisches Aluminium nach dem Einmarsch in die Ukraine zu meiden.

Prämien erreichen historische Höchststände

US-Käufer zahlen traditionell den LME-Preis plus eine Prämie, die Fracht, Umschlag, Versicherung und Steuern abdeckt. Die Midwest-Aluminiumprämie erreichte diese Woche ein Rekordhoch von 96 Cent pro Pfund (2.116 Dollar pro Tonne) – ein Anstieg von 65 Prozent seit Juni. "Die Prämie ist deutlich höher, als es die Kosten rechtfertigen", erklärt Jorge Vazquez, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Harbor Aluminum. Er schätzt, dass die Prämie eigentlich bei etwa 86 Cent pro Pfund liegen sollte.

Dramatischer Rückgang der US-Lagerbestände

Ein wesentlicher Treiber der Preisentwicklung ist die Verknappung der US-Aluminiumbestände. Experten schätzen, dass die Lagerbestände von 750.000 Tonnen zu Beginn des Jahres 2025 auf unter 300.000 Tonnen gesunken sind. "Kanadische Lieferanten stellten diskretionäre Lieferungen in die USA ein, weil sie Geld verloren", erläutert Gregory Wittbecker, Präsident bei Wittsend Commodity Advisors.

Umleitung nach Europa verschärft Knappheit

Da die Prämien den Zoll nicht vollständig widerspiegelten, leiteten Exporteure ihr Aluminium im vergangenen Jahr von den USA nach Europa um. Dies verschärfte die Knappheit auf dem US-Markt zusätzlich. Kanada bleibt mit 70 Prozent der wichtigste Aluminiumlieferant für die USA – 2024 importierten die Vereinigten Staaten fast vier Millionen Tonnen Aluminium.

Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft

Bei einem LME-Preis von 3.100 Dollar pro Tonne beträgt die Zollgebühr für Aluminiumlieferungen in die USA mittlerweile 1.550 Dollar, verglichen mit rund 1.300 Dollar im Juni. Die steigenden Aluminiumkosten haben weitreichende Folgewirkungen für die Gesamtwirtschaft, da sie die Produktionskosten in zahlreichen Industriezweigen erhöhen und den Inflationsdruck verstärken. Wittbecker äußert jedoch Zweifel: "Die Knappheit an physischem Aluminium wird eingepreist, aber ich habe Zweifel, wie weit die Prämie noch steigen kann."

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