ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

US-Anleiherenditen steigen nach Scheitern der Iran-Gespräche

Gescheiterte Verhandlungen zwischen Washington und Teheran sowie Trumps Blockade-Ankündigung für die Straße von Hormus trüben den Inflationsausblick.

US-Anleiherenditen steigen nach Scheitern der Iran-Gespräche

Die Renditen von US-Staatsanleihen haben am Montag leicht zugelegt. Auslöser war das Scheitern der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, das den Inflationsausblick erneut eintrübte und die Märkte in Alarmbereitschaft versetzte.

Die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen US-Staatsanleihe – die Benchmark für die staatliche Kreditaufnahme – stieg um mehr als 3 Basispunkte auf 4,355 Prozent. Auch die Rendite der 2-jährigen Staatsanleihe, die besonders sensibel auf kurzfristige Zinsentscheidungen der Federal Reserve reagiert, kletterte um mehr als 3 Basispunkte auf 3,837 Prozent. Die länger laufende 30-jährige Anleihe legte ebenfalls um mehr als 3 Basispunkte zu und erreichte 4,946 Prozent. Zur Erinnerung: Ein Basispunkt entspricht 0,01 Prozent, und Renditen sowie Kurse bewegen sich stets in entgegengesetzte Richtungen.

Trumps Blockade-Ankündigung schürt Unsicherheit

Anleger reagieren auf die Ankündigung der USA, die strategisch bedeutsame Straße von Hormus zu blockieren. Die Meerenge zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel gilt als einer der wichtigsten Öltransportwege der Welt. Hintergrund ist das Scheitern der Gespräche zwischen Washington und Teheran am Wochenende, die keine Einigung zur Beendigung des Nahostkonflikts erbrachten.

US-Präsident Donald Trump machte seine Absicht auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social unmissverständlich deutlich: „Mit sofortiger Wirkung wird die United States Navy, die beste der Welt, damit beginnen, sämtliche Schiffe zu BLOCKIEREN, die versuchen, in die Straße von Hormus einzufahren oder diese zu verlassen." Diese Ankündigung hat weitreichende Implikationen für die globalen Energiemärkte und damit auch für die Inflation.

Gleichzeitig verarbeiten die Rentenmärkte die Inflationsdaten vom Freitag. Der jüngste US-Verbraucherpreisindex (CPI) erreichte den höchsten Stand seit zwei Jahren. Zwar stiegen die Kernpreise trotz des Anstiegs der Energiepreise seit Beginn des Iran-Krieges weniger stark als befürchtet – dennoch wächst die Sorge, dass der Energiepreisschock auf andere Waren und Dienstleistungen übergreifen könnte.

Experten warnen vor weiteren Preissprüngen

Richard Carter, Leiter der Rentenanalyse beim Vermögensverwalter Quilter Cheviot, ordnet die Lage kritisch ein: „Präsident Trump wird über die heutigen Inflationsdaten nicht sonderlich erfreut sein. Angesichts seiner massiven Kritik an Joe Bidens Umgang mit der Inflation während dessen Amtszeit als Präsident ist zu erwarten, dass er auf einen so deutlichen Umschwung eher empfindlich reagieren wird."

Carter warnt zudem vor den Risiken einer Eskalation: „Trump wird seine Hoffnungen darauf setzen, dass der Waffenstillstand hält, denn wenn die Friedensgespräche nicht produktiv sind, besteht das reale Risiko eines weiteren sprunghaften Anstiegs." Für deutsche Anleger, die in US-Anleihen oder Dollar-Anlagen investiert sind, bedeutet dies erhöhte Wachsamkeit gegenüber weiteren Renditeanstiegen.

Die Märkte richten ihren Blick nun auf die bevorstehenden Daten zur Industrieproduktion für März. Diese könnten erste konkrete Hinweise darauf liefern, wie stark sich der Ölpreisanstieg bereits auf die US-Industrie auswirkt – und damit weitere Impulse für die Entwicklung der Anleiherenditen geben.

Us-StaatsanleihenAnleiherenditenStraße Von HormusIran Usa GesprächeInflation UsaVerbraucherpreisindex CpiFederal ReserveTrump Nahostkonflikt

Disclaimer