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US-Arbeitsmarkt bricht im Februar 2026 unerwartet ein

Stellenabbau, Streiks und geopolitische Spannungen belasten gleichzeitig Beschäftigung und Inflation in den USA.

US-Arbeitsmarkt bricht im Februar 2026 unerwartet ein

Der US-Arbeitsmarkt hat im Februar 2026 einen überraschenden Einbruch erlitten. Das Bureau of Labor Statistics (BLS) meldete am 6. März einen Rückgang der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um 92.000 Stellen – während Ökonomen noch einen Zuwachs von 35.000 bis 59.000 Jobs erwartet hatten. Die offizielle Arbeitslosenquote stieg daraufhin von 4,3 auf 4,4 Prozent.

Als Hauptursachen für den Stellenrückgang gelten ein Streik im Gesundheitswesen sowie ungewöhnlich harte Winterwetterbedingungen. Rund 31.000 Beschäftigte von Kaiser Permanente in Kalifornien und Hawaii legten während der BLS-Erhebungswoche die Arbeit nieder. Der Gesundheitssektor verlor dadurch netto zwischen 28.000 und 31.000 Stellen.

Zusätzlich wirkten technische Effekte auf die Februarzahlen ein. Die Januar-Daten hatten von einer Anpassung des sogenannten Birth-and-Death-Modells profitiert, das neue Unternehmensgründungen schätzt. Dieser Sondereffekt entfiel im Februar – der Januar-Wert wurde nachträglich auf 126.000 neu geschaffene Stellen nach unten korrigiert.

Schwäche in mehreren Sektoren

Neben dem Gesundheitswesen verzeichneten weitere Branchen Stellenabbau. Der Informationssektor verlor 11.000 Jobs, was Analysten teilweise auf Rationalisierungen durch Künstliche Intelligenz zurückführen. Das Verarbeitende Gewerbe baute 12.000 Stellen ab – trotz der von der Trump-Regierung eingeführten Schutzzölle. Beim Bund sank die Beschäftigung um weitere 10.000 Stellen; seit Oktober 2024 sind damit kumuliert 330.000 Bundesstellen weggefallen.

Transport und Lagerhaltung meldeten ebenfalls ein Minus von 11.000 Jobs. Lediglich der Sozialbereich legte gegen den Trend zu und schuf rund 9.000 neue Stellen. Die Lohnentwicklung sendete dagegen ein gegenteiliges Signal: Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen um 0,4 Prozent im Monatsvergleich und 3,8 Prozent im Jahresvergleich – beide Werte lagen leicht über den Erwartungen.

Die Haushaltsbefragung, die als Grundlage für die Arbeitslosenquote dient, zeichnete ein noch düstereres Bild. Sie zeigte einen Rückgang von 185.000 Erwerbstätigen und einen Anstieg der Arbeitslosen um 203.000 Personen. Die Erwerbsquote sank auf 62,0 Prozent – den niedrigsten Stand seit Dezember 2021.

Geopolitik heizt Inflation an

Parallel zum schwachen Arbeitsmarktbericht verschärfen geopolitische Risiken die wirtschaftliche Lage. US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran haben die Benzinpreise an der Zapfsäule um mehr als 20 Cent pro Gallone nach oben getrieben. United-Airlines-Chef Scott Kirby warnte, der Kerosinpreis sei binnen einer Woche um 15 Prozent gestiegen und werde die Ergebnisse des ersten Quartals „spürbar

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