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US-Arbeitsmarkt: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken schwächer als erwartet

Rückgang um 5.000 auf 227.000 Anträge bleibt hinter Prognosen zurück

US-Arbeitsmarkt: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken schwächer als erwartet

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der Woche bis zum 7. Februar um 5.000 auf saisonbereinigt 227.000 gesunken. Das teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Analysten hatten im Vorfeld mit einem stärkeren Rückgang auf 222.000 Anträge gerechnet.

Der moderate Rückgang macht nur einen Teil des Anstiegs der Vorwoche wett. Dieser war auf extreme Wetterbedingungen mit Schneestürmen und eisigen Temperaturen in weiten Teilen der USA zurückzuführen. Zudem normalisierte sich der Arbeitsmarkt nach der saisonalen Volatilität zum Jahreswechsel 2025/2026.

Trotz einer Beschleunigung des Stellenaufbaus im Januar und eines Rückgangs der Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent im Dezember auf 4,3 Prozent charakterisieren Ökonomen den US-Arbeitsmarkt weiterhin als "low hire, low fire" - also wenig Neueinstellungen bei gleichzeitig wenig Entlassungen. Fast alle neuen Stellen im Januar entstanden im Gesundheits- und Sozialwesen.

Folgeanträge steigen deutlich

Die Zahl der Personen, die nach einer ersten Woche weiterhin Arbeitslosenhilfe beziehen, stieg in der Woche bis zum 31. Januar um 21.000 auf saisonbereinigt 1,862 Millionen. Dieser Wert gilt als wichtiger Indikator für die Dynamik bei Neueinstellungen und wurde ebenfalls von saisonalen Schwankungen beeinflusst.

Obwohl im Januar weniger Menschen von längerer Arbeitslosigkeit betroffen waren, verharrt die mediane Dauer der Arbeitslosigkeit nahe dem Niveau von vor vier Jahren. Besonders betroffen sind aktuell Hochschulabsolventen, die Schwierigkeiten haben, eine Anstellung zu finden.

Ausblick: Hoffnung auf Belebung

Ökonomen sehen die Handels- und Einwanderungspolitik als Belastungsfaktoren für den Arbeitsmarkt. Dennoch zeigen sie sich optimistisch, dass das Beschäftigungswachstum in diesem Jahr anzieht. Als Treiber nennen sie unter anderem geplante Steuersenkungen, die die Wirtschaft stimulieren könnten.

Für deutsche Anleger sind die US-Arbeitsmarktdaten von besonderer Bedeutung, da sie die Geldpolitik der Federal Reserve beeinflussen. Schwächere Daten könnten die Notenbank zu einer vorsichtigeren Zinspolitik bewegen.

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