US-Arbeitsmarkt überrascht: 130.000 neue Jobs dämpfen Zinssenkungshoffnungen
Stärkster Stellenzuwachs seit über einem Jahr – Fed dürfte Leitzins vorerst stabil halten

Die US-Wirtschaft hat im Januar 130.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und damit die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Es handelt sich um das stärkste Beschäftigungswachstum seit über einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank gleichzeitig von 4,4 Prozent im Dezember auf 4,3 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte.
Die robusten Arbeitsmarktdaten festigen die Erwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Leitzinsen auf absehbare Zeit unverändert lassen wird. An den Anleihemärkten reagierten Investoren umgehend: Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen sprunghaft an. Die zweijährige Treasury-Note verzeichnete den stärksten Tagesanstieg seit dem 29. Oktober.
Der Beschäftigungsaufbau konzentrierte sich hauptsächlich auf den Gesundheitssektor. Besonders stark wuchsen die Bereiche häusliche Pflege und Pflegeheime – Branchen, die tendenziell unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung expandieren. Diese strukturelle Komponente relativiert die Aussagekraft der Zahlen für die gesamtwirtschaftliche Dynamik.
Kraft Heinz stoppt Aufspaltungspläne
Der Lebensmittelkonzern Kraft Heinz hat überraschend die Arbeit an der geplanten Unternehmensspaltung ausgesetzt. CEO Steve Cahillane kündigte an, sich stattdessen darauf zu konzentrieren, das Unternehmen bis 2027 wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Der Fokus liegt nun auf verstärkten Investitionen in Marketing und Produktentwicklung.
Im September hatte Kraft Heinz noch angekündigt, sich in zwei separate Unternehmen aufzuspalten – eines für Saucen, eines für Grundnahrungsmittel. Die Aufspaltung hätte die Megafusion aus dem Jahr 2015 rückgängig gemacht, die zwei Giganten der Branche für verpackte Lebensmittel vereint hatte.
Mattel enttäuscht mit Weihnachtsgeschäft
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Zur AktienanalyseHerbe Verluste mussten Aktionäre von Mattel hinnehmen: Die Aktie des Spielzeugherstellers brach um 25 Prozent ein. Grund ist das enttäuschende Weihnachtsgeschäft, das deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb.
Der Hersteller von Barbie-Puppen und Hot-Wheels-Autos verfehlte seine Umsatzziele in den entscheidenden Wochen vor Weihnachten. Um die Produkte dennoch abzusetzen, erhöhte Mattel die Rabatte massiv – mit negativen Folgen für die Gewinnmargen. Sowohl Umsatz als auch Gewinn im vierten Quartal lagen unter den Erwartungen der Wall Street. Zudem gab das Management eine schwächere Gewinnprognose für 2026 ab als von Analysten erwartet.


