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US-Arbeitsmarkt überrascht: Fed-Zinssenkungen rücken in weite Ferne

Robuste Beschäftigungsdaten und sinkende Arbeitslosigkeit dämpfen Hoffnungen auf baldige Leitzinssenkungen der amerikanischen Notenbank.

US-Arbeitsmarkt überrascht: Fed-Zinssenkungen rücken in weite Ferne

Die US-Wirtschaft hat im Januar deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Mit 130.000 neuen Stellen lag der Zuwachs nahezu doppelt so hoch wie die prognostizierten 70.000. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote überraschend auf 4,3 Prozent, während das durchschnittliche Lohnwachstum anzog.

Die robusten Arbeitsmarktdaten haben die Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve deutlich gedämpft. An den Terminmärkten werden für 2026 nur noch zwei Zinssenkungen eingepreist, wobei die erste vollständig erst für Juli erwartet wird. Fed-Chef Jerome Powell hatte bereits im vergangenen Monat eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes prognostiziert.

Die Stellenzuwächse konzentrierten sich vor allem auf das Gesundheitswesen, soziale Dienste und das Baugewerbe. Für die Finanzmärkte bedeutet die Stabilisierung, dass sich die Fed nun stärker auf ihr Inflationsmandat konzentrieren kann. Die Teuerungsrate liegt nach wie vor deutlich über dem Zielwert von zwei Prozent.

Verbraucherpreise im Fokus

Der am Freitag anstehende Verbraucherpreisindex rückt damit in den Mittelpunkt der Marktbeobachter. Die Inflationsdaten dürften maßgeblich über den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed entscheiden. Präsident Donald Trump hatte zuletzt niedrigere Zinsen gefordert, doch die Haushaltslage spricht eine andere Sprache.

Das parteiübergreifende Congressional Budget Office (CBO) erwartet ein kumuliertes Haushaltsdefizit über zehn Jahre, das um 1,4 Billionen Dollar oder sechs Prozent höher ausfallen wird als noch im Januar 2025 prognostiziert. Die Schuldenquote soll 2030 mit 106 Prozent den historischen Höchststand von 1946 übertreffen.

Märkte zeigen sich gelassen

Trotz der gedämpften Zinserwartungen blieben die globalen Aktienmärkte relativ ruhig. Europäische Aktien erreichten neue Rekordstände, während die Renditen von US-Staatsanleihen sich größtenteils in der Mitte ihrer jüngsten Spannen bewegten. Die Wall-Street-Futures stiegen vor Handelsbeginn leicht an.

Bei den Währungen verzeichnete der chinesische Offshore-Yuan die größte Bewegung und kletterte im Vorfeld der Neujahrsfeiertage auf neue Dreijahreshochs. In Europa prägten überwiegend positive Unternehmensgewinne den Nachrichtenfluss.

Im britischen Finanzsektor sorgte eine Übernahmeankündigung für Aufsehen: Die Aktien des Vermögensverwalters Schroders stiegen um 29 Prozent, nachdem der US-Vermögensverwalter Nuveen ein Übernahmeangebot angekündigt hatte.

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