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US-Börsen starten schwach – Chip-Aktien erholen sich deutlich

Vorsichtiger Wochenauftakt an der Wall Street: Dow Jones verliert 0,59 Prozent, während Halbleiteraktien nach dem Ausverkauf zurückkehren.

Die US-Aktienmärkte sind am Montag mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Der Handel verlief insgesamt vorsichtig, während sich Chip-Aktien von dem heftigen Ausverkauf der Vorwoche erholten. Anleger zeigten sich zudem wenig beeindruckt von einem neuen chinesischen KI-Modell, das in der Branche für Aufmerksamkeit gesorgt hatte.

Der Dow Jones Industrial Average verzeichnete den deutlichsten Rückgang unter den großen Indizes. Er fiel um 307,16 Punkte oder 0,59 Prozent auf 51.839,26 Zähler. Damit war der Leitindex der stärkste Belastungsfaktor des Tages.

Der breite S&P 500 gab moderater nach und verlor 14,41 Punkte oder 0,19 Prozent auf 7.443,28 Punkte. Der technologielastige Nasdaq Composite hielt sich am besten und büßte lediglich 12,17 Punkte oder 0,05 Prozent auf 25.508,07 Zähler ein – ein Zeichen dafür, dass die Erholung im Chip-Sektor den Index stützte.

Ölpreise kurzzeitig über 90 Dollar

Neben den Aktienmärkten rückte auch der Rohstoffmarkt in den Fokus der Anleger. Die weltweiten Ölpreise überschritten zwischenzeitlich die psychologisch wichtige Marke von 90 US-Dollar pro Barrel, gaben anschließend jedoch wieder nach. Auslöser für den kurzfristigen Preisanstieg waren neue Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die zu Unsicherheiten an den Energiemärkten führten.

An der New York Stock Exchange (NYSE) spiegelte sich die verhaltene Stimmung in der Marktbreite wider. Nach vorläufigen Daten standen 1.011 Kursgewinnern insgesamt 1.718 Kursverlierer gegenüber – ein klares Übergewicht auf der Verliererseite, das die allgemeine Marktschwäche des Tages unterstreicht.

Chip-Sektor als Lichtblick

Trotz des insgesamt schwachen Marktumfelds zeigte der Halbleitersektor relative Stärke. Nach einem harten Ausverkauf in der Vorwoche nutzten Anleger den Montag für Käufe in diesem Segment. Die Erholung der Chip-Aktien verhinderte größere Verluste vor allem beim Nasdaq, der stark von Technologiewerten abhängt.

Das neue chinesische KI-Modell, das zu Wochenbeginn Schlagzeilen machte, sorgte bei den Marktteilnehmern hingegen für keine nennenswerte Reaktion. Anleger schienen das Thema vorerst zu ignorieren, was auf eine gewisse Gelassenheit gegenüber dem zunehmenden Wettbewerb im KI-Bereich hindeutet.

Insgesamt zeigte der Wochenauftakt an der Wall Street ein gemischtes Bild: Geopolitische Spannungen rund um den Iran, eine verhaltene Marktstimmung und eine selektive Erholung im Technologiesektor prägten den Handelstag. Für deutsche Anleger mit US-Engagements bleibt die Entwicklung der Ölpreise sowie die weitere Stabilisierung im Chip-Sektor ein wichtiger Beobachtungspunkt in den kommenden Handelstagen.

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