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US-Börsen unter Druck: KI-Ausverkauf und Ölpreisschock belasten Märkte

Chip-Aktien brechen massiv ein, Ölpreise explodieren nach neuer Iran-Blockade durch Trump.

US-Börsen unter Druck: KI-Ausverkauf und Ölpreisschock belasten Märkte

Die US-Aktienmärkte haben am Montag deutlich nachgegeben. Ein massiver Ausverkauf bei Halbleiterwerten erschütterte das Anlegervertrauen in das Thema Künstliche Intelligenz, während gleichzeitig die Ölpreise infolge einer erneuten US-Schifffahrtsblockade gegen den Iran sprunghaft anstiegen.

Der Dow Jones Industrial Average verlor 138,37 Punkte oder 0,26 Prozent und schloss bei 52.498,64 Zählern. Der breit gefasste S&P 500 büßte 60,05 Punkte bzw. 0,79 Prozent ein und beendete den Handelstag bei 7.515,34 Punkten. Besonders hart traf es den technologielastigen Nasdaq Composite, der um 408,43 Punkte oder 1,55 Prozent auf 25.873,18 Zähler einbrach. Nach vorläufigen Daten standen an der New York Stock Exchange 1.211 Kursgewinnern insgesamt 1.517 Verlierer gegenüber.

Halbleiterwerte im freien Fall

Den stärksten Abgaben mussten Chip-Aktien hinnehmen. Der PHLX Semiconductor Index, der die wichtigsten Halbleiterwerte der USA abbildet, verlor 4,8 Prozent. Bereits in der Nacht zuvor hatten die südkoreanischen Schwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics massive Kursverluste verzeichnet, was den südkoreanischen Leitindex Kospi um knapp 9 Prozent nach unten riss.

In den USA fielen Micron um 4,4 Prozent, während Intel 6,1 Prozent verlor. Besonders hart erwischte es Sandisk, dessen Aktie um 13 Prozent einbrach. Auch Marvell und AMD verzeichneten spürbare Verluste. Die Aktien von SpaceX gaben rund 4,2 Prozent auf 139,14 US-Dollar nach und näherten sich damit dem Emissionspreis beim Börsengang von 135 US-Dollar gefährlich an.

Iran-Krise treibt Ölpreise auf Jahreshoch

Parallel zum Ausverkauf an den Technologiemärkten sorgten geopolitische Spannungen im Nahen Osten für einen kräftigen Anstieg der Energiepreise. US-Präsident Trump verhängte erneut eine Schifffahrtsblockade gegen den Iran und erklärte darüber hinaus, die USA würden 20 Prozent jeder Ladung als Entschädigung für die Gewährleistung einer sicheren Passage durch die strategisch bedeutsame Straße von Hormus verlangen.

Der Iran reagierte scharf und kündigte an, eine Einmischung der USA in die Verwaltung der Wasserstraße nicht zu dulden. Daraufhin flogen US-Streitkräfte neue Angriffe auf iranische Ziele. Laut dem Tracking-Unternehmen Kpler ging der bestätigte Schiffsverkehr durch die Meerenge am Wochenende um mehr als die Hälfte zurück und fiel damit auf das Niveau vor dem vorläufigen Friedensabkommen zurück.

Die Nordseesorte Brent verteuerte sich infolge der Eskalation um 9,6 Prozent auf 83,30 US-Dollar pro Barrel. Auch die US-Futures für Benzin und Diesel stiegen deutlich an. Neben den Spannungen in der Straße von Hormus befeuerte zusätzlich die intensivierte Luftkampagne der Ukraine gegen russische Raffinerien den Preisanstieg bei Energieträgern.

Für deutsche Anleger sind die Entwicklungen von besonderer Relevanz: Steigende Ölpreise erhöhen den Inflationsdruck in der Eurozone und könnten die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank beeinflussen. Gleichzeitig sind viele deutsche Unternehmen – insbesondere aus der Automobil- und Chemieindustrie – stark von stabilen Energiepreisen und einem funktionierenden globalen Schiffsverkehr abhängig.

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