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US-Bundesstaaten klagen gegen Paramount-Warner-Fusion für 81 Milliarden Dollar

Ein Dutzend demokratisch geführter US-Bundesstaaten, angeführt von Kalifornien, will den milliardenschweren Mega-Deal vor Gericht stoppen.

US-Bundesstaaten klagen gegen Paramount-Warner-Fusion für 81 Milliarden Dollar

Ein Dutzend demokratisch geführter US-Bundesstaaten hat am Montag vor einem Bundesgericht in Nordkalifornien Klage eingereicht, um die geplante Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery zu blockieren. Das Geschäft hat ein Volumen von 81 Milliarden Dollar und wurde vom US-Justizministerium bereits als vorteilhaft für Hollywood und Verbraucher eingestuft. Angeführt wird die Klage vom kalifornischen Generalstaatsanwalt Rob Bonta.

Das Vorgehen der Bundesstaaten ist ungewöhnlich und weitreichend. Üblicherweise verlassen sich Bundesstaaten in Fusionsverfahren auf die Einschätzung der US-Bundesregierung und agieren nicht eigenständig. Dass ein Dutzend Staaten nun eine bereits von der Bundesregierung abgesegnete Transaktion anfechten, gilt als juristisches Novum.

Ellisons Vision eines Unterhaltungsgiganten

Hinter dem Zusammenschluss steht Paramount-Chef David Ellison, der mithilfe seines milliardenschweren Vaters Larry Ellison einen neuen Unterhaltungsriesen formen will. Ziel ist es, ernsthaft mit Branchengrößen wie Disney, Netflix und Amazon konkurrieren zu können. Das Vorgehen der Bundesstaaten stellt die bislang ernsthafteste Herausforderung für dieses Vorhaben dar.

Paramount und Warner Bros. Discovery sind seit mehr als einem Jahrhundert direkte Konkurrenten in Hollywood. Eine Fusion der beiden Traditionskonzerne würde die Kräfteverhältnisse in der globalen Unterhaltungsindustrie grundlegend verschieben. Das Geschäft bedarf zudem noch der Genehmigung im Vereinigten Königreich und in der Europäischen Union.

Kritik: Weniger Filme, höhere Preise, Jobverluste

Die klagenden Bundesstaaten befürchten erhebliche negative Folgen für Verbraucher und Beschäftigte. Laut Generalstaatsanwalt Bonta und den weiteren Klägern würde die Fusion zu weniger Filmen in den Kinos führen. Zudem seien höhere Preise für Film- und Fernsehpakete zu erwarten.

Besonders besorgniserregend ist den Klägern die Lage der Beschäftigten: Zehntausende von Mitarbeitern, die Geschichten in Blockbuster-Filme und Fernsehshows verwandeln, könnten durch den Zusammenschluss Schaden nehmen. Die Klage ist damit nicht nur ein wirtschafts-, sondern auch ein arbeitsrechtliches Signal.

Der Fall hat über den konkreten Deal hinaus Signalwirkung: Er wird zum Präzedenzfall dafür, ob US-Bundesstaaten eine Transaktion erfolgreich anfechten können, die die Bundesregierung bereits genehmigt hat. Das Ergebnis könnte die Rolle der Bundesstaaten bei künftigen Fusionskontrollverfahren grundlegend neu definieren.

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