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US-Dollar auf Kurs für Monatsplus trotz geopolitischer Risiken

Der Greenback profitiert von Fed-Rhetorik und Nahost-Spannungen und verbucht rund 1,4 Prozent Monatsgewinn.

US-Dollar auf Kurs für Monatsplus trotz geopolitischer Risiken

Der US-Dollar hat am Freitag leicht nachgegeben, steuert jedoch auf einen soliden Monatsgewinn zu. Der Dollar-Index, der den Greenback gegenüber einem Korb aus sechs Währungen misst, notierte um 08:00 Uhr GMT mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent bei 97.650 Punkten.

Auf Monatssicht ergibt sich damit ein Gewinn von rund 1,4 Prozent – eine beachtliche Performance für die Weltreservewährung. Zwei Faktoren treiben den Dollar dabei maßgeblich an: die verschärfte Rhetorik der US-Notenbank Federal Reserve sowie zunehmende geopolitische Spannungen im Nahen Osten.

Die Federal Reserve hat zuletzt einen restriktiveren Ton angeschlagen, was Anleger weltweit in den sicheren Hafen Dollar treibt. Eine hawkishe Geldpolitik – also die Signalisierung weiterer Zinserhöhungen oder einer länger anhaltenden Hochzinsphase – macht den Dollar für internationale Investoren attraktiver.

Nahost-Konflikt als zusätzlicher Treiber

Gleichzeitig sorgen die angespannten Beziehungen zwischen den USA und dem Iran für Verunsicherung an den Märkten. Die militärische Aufrüstung der USA in der Region schürt Befürchtungen, dass ein direkter Konflikt entstehen könnte – selbst während beide Seiten diplomatische Kanäle offenhalten. In solchen Unsicherheitsphasen gilt der US-Dollar traditionell als bevorzugte Fluchtwährung.

Für deutsche Anleger und Exporteure ist die Dollar-Stärke von besonderer Bedeutung. Ein starker Dollar verbilligt europäische Waren für US-Käufer, belastet jedoch gleichzeitig importierte Rohstoffe, die in Dollar gehandelt werden – allen voran Öl und Gas. Die Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses bleibt damit ein zentraler Faktor für die Bewertung europäischer Portfolios.

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