US-Dollar stabil – Iran-Gespräche und Australischer Dollar unter Druck
Der Greenback tritt auf der Stelle, während Devisenmärkte US-Iran-Verhandlungen und wichtige Wirtschaftsdaten abwarten.

Der US-Dollar zeigte sich am Mittwoch kaum verändert, da die Devisenmärkte weiterhin die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine Beendigung des Krieges und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus genau beobachteten. Der Dollar-Index sowie die Dollar-Index-Futures stabilisierten sich im asiatischen Handel, nachdem sie zu Beginn der Woche kurzzeitige Gewinne verbucht hatten. Händler agierten dabei mit spürbarer Zurückhaltung.
Die Vorsicht der Marktteilnehmer speiste sich aus zwei Quellen: Zum einen blieb die Lage rund um den Iran-Krieg angespannt, nachdem das US-Militär Anfang der Woche erneut Ziele im Südiran angegriffen hatte. Zum anderen stehen im weiteren Wochenverlauf wichtige US-Konjunkturdaten an, die die Richtung für den Dollar vorgeben könnten.
Blick auf die wichtigsten Währungspaare
Unter den großen Währungen legte der Euro leicht um 0,1 Prozent zu, während das Pfund Sterling unverändert notierte. Das Währungspaar USD/JPY fiel leicht zurück, nachdem es zuvor wieder die Marke von 159 Yen überschritten hatte. Der chinesische Yuan im Paar USD/CNY verharrte nahe einem Dreijahrestief.
Die indirekten Verhandlungen zwischen Washington und Teheran dauerten Medienberichten zufolge an – trotz der jüngsten US-Militäraktionen. Unklar blieb jedoch, wie nah beide Seiten einem konkreten Abkommen sind. US-Beamte hatten sich zunächst optimistisch geäußert, schlugen in dieser Woche jedoch einen vorsichtigeren Ton an.
Australischer Dollar unter Druck nach schwachen Inflationsdaten
Das Währungspaar AUD/USD gab um knapp 0,3 Prozent nach, nachdem die australischen Verbraucherpreisindex-Daten (VPI) für April schwächer als erwartet ausgefallen waren. Die Inflation kühlte sich im Vergleich zum Vormonat leicht ab – begünstigt durch sinkende Ölpreise gegenüber den Märzhöchstständen sowie die Halbierung einer wichtigen staatlichen Abgabe.
Die Kerninflation stieg im April jedoch leicht an, was auf anhaltenden Preisdruck jenseits des Energiesektors hindeutet. Analysten von Capital Economics bewerteten die Daten als Argument dafür, dass die Reserve Bank of Australia (RBA) die Zinsen im Juni unverändert lassen könnte. Gleichzeitig warnten sie, dass ihr Basisszenario weiterhin einen Anstieg der Inflation im Jahresverlauf vorsehe, was weitere Zinserhöhungen durch die RBA wahrscheinlich mache.
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Zur AktienanalyseWichtige US-Daten und Bank of Korea im Fokus
Für den weiteren Wochenverlauf richten sich die Augen der Märkte auf zwei bedeutende US-Veröffentlichungen: Am Donnerstag werden sowohl eine revidierte Lesung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das erste Quartal als auch die Daten zum PCE-Preisindex erwartet. Der PCE gilt als das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank Federal Reserve und dürfte maßgeblichen Einfluss auf die weitere Zinspolitik haben.
Ebenfalls am Donnerstag steht eine Zinsentscheidung der Bank of Korea an. Das Währungspaar USD/KRW des südkoreanischen Won fiel im Vorfeld um 0,5 Prozent. Es handelt sich um die erste Sitzung unter dem neuen Notenbankgouverneur Hyun-Song Shin, der als geldpolitischer Falke gilt und damit für eine eher restriktive Geldpolitik bekannt ist.


