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US-Dollar stabil vor Inflationsdaten – Ölpreis steigt durch Hormus-Spannungen

Anleger warten auf US-Verbraucherpreisdaten, während Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus den Ölpreis antreiben.

US-Dollar stabil vor Inflationsdaten – Ölpreis steigt durch Hormus-Spannungen

Der US-Dollar zeigte sich am Mittwoch kaum verändert, da Anleger weltweit auf die US-Inflationsdaten warteten. Der Dollar-Index stieg um 0,1 Prozent auf 99,88 Punkte. Im Fokus steht der US-Verbraucherpreisindex (VPI), der entscheidende Hinweise auf den künftigen Zinspfad der Federal Reserve liefern soll.

Das Währungspaar USD/JPY notierte kaum verändert bei 159,41 Yen und verharrte damit nahe einem Zwei-Wochen-Hoch. Dies geschah trotz koordinierter Interventionen Japans und der Vereinigten Staaten zur Stützung des Yen. Vor der Veröffentlichung der Inflationsdaten mieden die Anleger größere Positionen.

Inflationsdaten im Mittelpunkt

Ökonomen erwarten, dass der Gesamt-VPI im Juli um 0,1 Prozent steigen wird, nachdem er im Juni noch um 0,4 Prozent gesunken war. Die jährliche Inflationsrate soll sich demnach von 3,5 Prozent auf 3,4 Prozent verlangsamen. Diese Zahlen könnten erhebliche Auswirkungen auf die Erwartungen bezüglich des nächsten Schritts der Fed haben.

Die Analysten der japanischen Bank MUFG unterstrichen die Bedeutung der Daten: „Mehr noch als auf den Arbeitsmarkt hat sich der Fokus des FOMC auf die Inflationsseite des Mandats verlagert. Während die schwächer als erwartet ausgefallenen Zahlen zu den Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft in der vergangenen Woche hilfreich waren, sind die heutigen VPI-Zahlen wohl noch wichtiger."

Laut dem FedWatch-Tool der CME Group preisten die Fed-Funds-Futures eine nahezu gleichhohe Wahrscheinlichkeit für die September-Sitzung der Zentralbank ein: 52 Prozent für unveränderte Zinsen und 48 Prozent für eine Anhebung um einen Viertelprozentpunkt. Die Marktlage ist damit äußerst unentschieden. Ein schwächerer Inflationswert könnte die Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik wiederbeleben und den Dollar belasten, während ein höher als erwartet ausgefallener Wert den Greenback stärken und asiatische Währungen unter Druck setzen könnte.

Straße von Hormus: Ölpreise unter Druck

Parallel zu den Devisenmärkten trieben geopolitische Spannungen die Ölpreise nach oben. Die Sorte Brent stieg auf fast 90 US-Dollar pro Barrel. Auslöser waren erneute Angriffe auf die Schifffahrt rund um die Straße von Hormus sowie Zweifel an einem Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran.

Iranische Regierungsvertreter erklärten, dass die Straße von Hormus geschlossen bleibe, sofern Washington nicht die Bedingungen zur Beendigung des Konflikts akzeptiere. Der Schiffsverkehr durch die strategisch bedeutsame Wasserstraße ist bereits stark zurückgegangen. Dies vergrößert die Sorgen der ölimportierenden asiatischen Volkswirtschaften erheblich.

Für asiatische Währungen stellen höhere Ölpreise eine besondere Herausforderung dar, da sie die Importkosten erhöhen und potenziell die Inflation anheizen. Auch der australische Dollar blieb unter Beobachtung: Das Währungspaar AUD/USD handelte unverändert, einen Tag nachdem die Reserve Bank of Australia ihren Leitzins in einer einstimmigen Entscheidung bei 4,35 Prozent belassen hatte.

Die Kombination aus unklaren Fed-Signalen und geopolitischen Risiken rund um die Straße von Hormus sorgt damit für ein angespanntes Marktumfeld. Anleger dürften die US-Inflationsdaten mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgen, da sie die Richtung für Devisen- und Rohstoffmärkte in den kommenden Wochen maßgeblich mitbestimmen könnten.

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