ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

US-Dollar steigt nach neuen Iran-Angriffen auf Wochenhoch

Geopolitische Spannungen treiben den Greenback nach oben – Ölpreise legen ebenfalls deutlich zu.

US-Dollar steigt nach neuen Iran-Angriffen auf Wochenhoch

Der US-Dollar hat zu Beginn des asiatischen Handels am Mittwoch gegenüber den meisten Währungen den höchsten Stand der Woche erreicht. Auslöser waren erneute US-Angriffe auf den Iran, die die geopolitischen Spannungen erheblich verschärften. Der Dollar-Index, der die Stärke des Greenbacks gegenüber einem Korb aus sechs Währungen misst, notierte bei 101,18 – dem höchsten Stand seit dem 2. Juli.

Die Nachfrage nach dem Dollar als sicherer Hafenwährung stieg sprunghaft an, nachdem die USA am Dienstag eine neue Angriffswelle gegen den Iran gestartet hatten. Gleichzeitig widerriefen die USA eine Lizenz, die dem Iran den Ölverkauf erlaubt hatte. Zuvor waren bereits drei Tanker in der strategisch wichtigen Straße von Hormus angegriffen worden.

Geopolitische Risiken belasten Märkte

Analysten der australischen Bank Westpac wiesen in einem Research-Bericht auf die wachsenden Sorgen um die Stabilität eines möglichen Friedensabkommens hin. „Die Sorgen über die Inflationsaussichten standen im Mittelpunkt, was die Renditen weltweit in die Höhe schnellen ließ", hieß es in dem Bericht. Die Ereignisse rund um die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel – sorgen damit nicht nur für Unsicherheit an den Devisenmärkten, sondern auch an den Anleihemärkten.

Rohöl der Sorte Brent legte zu Beginn des asiatischen Handels am Mittwoch um 2,6 Prozent auf 76,12 US-Dollar pro Barrel zu und setzte damit seine Rally den zweiten Tag in Folge fort. Steigende Ölpreise gelten als Inflationstreiber und können die Geldpolitik der Notenbanken weltweit beeinflussen – ein Faktor, den Anleger derzeit genau beobachten.

Notenbanken im Fokus: Neuseeland und Japan

Abseits der geopolitischen Lage rücken auch Zentralbankentscheidungen in den Vordergrund. Der Neuseeland-Dollar (Kiwi) notierte im Vorfeld der Entscheidung der Reserve Bank of New Zealand um 0,1 Prozent fester bei 0,5681 US-Dollar. Marktbeobachter erwarten knapp, dass die neuseeländische Zentralbank die Zinsen zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren anheben wird.

Gegenüber dem japanischen Yen wertete der US-Dollar um 0,1 Prozent auf 162,28 Yen auf. Toichiro Asada, Mitglied des Vorstands der Bank of Japan und einziger Abweichler bei der BOJ-Zinsentscheidung im Juni, erklärte gegenüber Reuters, dass er Anzeichen für eine nachfragegetriebene Inflation sehen müsse, bevor er weitere Zinserhöhungen unterstütze. Diese Aussage dämpft vorerst die Erwartungen an eine baldige weitere Straffung der japanischen Geldpolitik.

Euro, Pfund und Kryptowährungen unter Druck

Der Euro gab um 0,1 Prozent auf 1,1405 US-Dollar nach, während das britische Pfund ebenfalls um 0,1 Prozent auf 1,3353 US-Dollar sank. Der australische Dollar zeigte sich stabil und notierte bei 0,6926 US-Dollar.

Auch im Kryptomarkt war die Risikoaversion spürbar. Bitcoin verlor 0,2 Prozent auf 63.518,35 US-Dollar, während Ether um 0,5 Prozent auf 1.774,45 US-Dollar nachgab. In Phasen erhöhter geopolitischer Unsicherheit tendieren Anleger dazu, spekulative Anlagen zu meiden und in klassische sichere Häfen wie den US-Dollar umzuschichten.

Us-DollarIran AngriffeDollar-IndexBrent ÖlStraße Von HormusDevisenmarktSichere Hafenwährung

Disclaimer