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US-Dollar steigt: Trump lehnt iranisches Friedensangebot als inakzeptabel ab

Geopolitische Spannungen im Nahen Osten treiben den Greenback nach oben – Ölpreise springen um 4,5 Prozent.

US-Dollar steigt: Trump lehnt iranisches Friedensangebot als inakzeptabel ab

Der US-Dollar hat am Montag im asiatischen Handel zugelegt, nachdem US-Präsident Donald Trump die iranische Reaktion auf einen amerikanischen Vorschlag für Friedensgespräche als „völlig inakzeptabel" zurückgewiesen hat. Der US-Dollar-Index, der den Greenback gegenüber einem Korb aus sechs Währungen misst, stieg um 0,1 Prozent auf 98,103. Die Ablehnung des Friedensangebots schürte erneut Unsicherheit über den seit zehn Wochen andauernden Konflikt im Nahen Osten.

„Das gefällt mir nicht – VÖLLIG UNAKZEPTABEL", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, ohne weitere Details zu nennen. Die Aussage ließ Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Konflikts zunichtemachen und sorgte für unmittelbare Reaktionen an den Rohstoff- und Devisenmärkten. Besonders deutlich zeigte sich dies beim Ölpreis: Die Sorte Brent verteuerte sich im asiatischen Handel um 4,5 Prozent auf 105,85 US-Dollar pro Barrel.

Währungen unter Druck

Der Euro gab 0,2 Prozent auf 1,1757 US-Dollar nach, während das britische Pfund um 0,3 Prozent auf 1,3590 US-Dollar schwächer notierte. Der japanische Yen verlor ebenfalls 0,3 Prozent und fiel auf 157,155 Yen pro US-Dollar. Auch die risikosensitiven Rohstoffwährungen gerieten unter Druck: Der Australische Dollar sank um 0,2 Prozent auf 0,7229 US-Dollar, der Neuseeländische Dollar gab 0,3 Prozent auf 0,5948 US-Dollar nach.

Alex Loo, Senior Macro Strategist bei TD Securities in Singapur, erklärte, dass Faktoren, die den US-Dollar belasten könnten, „nach den restriktiven Gegenstimmen innerhalb der Fed, robusten US-Daten und dem anhaltenden Stillstand im Nahen Osten schwerer fassbar geworden" seien. Diese Einschätzung verdeutlicht, dass der Dollar derzeit von mehreren Seiten Unterstützung erhält.

Rückenwind erhielt der Greenback zudem vom US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag: Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg im April um 115.000 – fast doppelt so schnell wie von Analysten erwartet. Diese starken Zahlen verstärkten die Markterwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinssätze für längere Zeit unverändert lassen wird.

Fed-Spaltung und Zinspolitik

Die Fed hatte die Zinsen im vergangenen Monat wie erwartet unverändert gelassen, doch die Entscheidung offenbarte die tiefste Spaltung innerhalb der Notenbank seit Jahrzehnten. Drei Beamte stimmten gegen die Signalisierung künftiger Zinssenkungen – ein ungewöhnlich deutliches Zeichen für interne Meinungsverschiedenheiten über den geldpolitischen Kurs.

Strategen der Barclays Bank schrieben in einem Analysebericht, der Dollar sei „in der vergangenen Woche in der Defensive" geblieben, da der Markt seinen Fokus auf die Aussichten für eine schrittweise Wiedereröffnung der Straße von Hormus gerichtet habe. „Gleichwohl bleiben die US-Daten widerstandsfähig, und der Arbeitsmarkt scheint sich über verschiedene Datensätze hinweg stabilisiert zu haben", fügten die Barclays-Strategen hinzu.

Chinesischer Yuan im Aufwind – Trump trifft Xi

Gegen den allgemeinen Trend legte der chinesische Yuan zu: Im Offshore-Handel stieg er um 0,1 Prozent auf 6,7939 Yuan pro US-Dollar – der achte Anstiegstag in Folge. Hintergrund ist der bevorstehende Besuch von US-Präsident Trump in China, dem die Märkte mit Spannung entgegenblicken.

Laut US-Beamten werden Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping bei ihrem Treffen Ende der Woche über eine Reihe hochrangiger Themen beraten, darunter der Iran, Taiwan, künstliche Intelligenz, Atomwaffen und kritische Mineralien. Zusätzlichen Rückenwind erhielt der Yuan durch starke Wirtschaftsdaten: Chinas Erzeugerpreise übertrafen im April die Erwartungen und erreichten ein 45-Monats-Hoch, getrieben von steigenden globalen Energiekosten. Zudem beschleunigte sich das chinesische Exportwachstum im vergangenen Monat, da Fabriken unter Hochdruck arbeiteten, um die wachsende KI-bezogene Nachfrage zu bedienen.

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