ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

US-Einzelhandelsumsätze steigen im März um 1,7 Prozent

Benzinpreise und Steuerrückerstattungen treiben die amerikanischen Konsumausgaben deutlich über die Erwartungen der Ökonomen.

US-Einzelhandelsumsätze steigen im März um 1,7 Prozent

Die US-Einzelhandelsumsätze sind im März um 1,7 Prozent gestiegen und haben damit die Prognosen der Ökonomen klar übertroffen. Das Census Bureau des US-Handelsministeriums veröffentlichte die Daten am Dienstag. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich ein Plus von 1,4 Prozent erwartet.

Die Schätzungen der Analysten reichten dabei von einem Anstieg um 0,4 Prozent bis hin zu einem Plus von 2,0 Prozent. Damit liegt das tatsächliche Ergebnis im oberen Bereich der Erwartungsspanne. Zusätzlich wurde der Zuwachs für den Monat Februar von zuvor gemeldeten 0,6 Prozent auf 0,7 Prozent nach oben revidiert.

Benzinpreise als wichtiger Treiber

Ein wesentlicher Faktor hinter dem starken Anstieg sind die deutlich gestiegenen Benzinpreise. Der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran trieb die weltweiten Ölpreise um mehr als 30 Prozent in die Höhe. Die Benzinpreise für Endverbraucher sprangen laut der US Energy Information Administration im März um 24,1 Prozent nach oben, was die Einnahmen an Tankstellen erheblich steigerte.

Ökonomen des Stanford Institute for Economic Policy Research schätzten, dass kriegsbedingte Preissteigerungen die durchschnittlichen jährlichen Benzinkosten der Amerikaner in diesem Jahr um 857 US-Dollar erhöht haben. Für deutsche Anleger ist dabei wichtig zu verstehen: Die Einzelhandelsumsätze in den USA sind nicht inflationsbereinigt, sodass ein Teil des nominalen Anstiegs auf höhere Preise und nicht auf eine gestiegene Kaufmenge zurückzuführen ist.

Neben den Benzinpreisen trugen auch die Autoverkäufe zum positiven Gesamtergebnis bei. Herstelleranreize begünstigten dabei wahrscheinlich die Nachfrage im Fahrzeugsegment.

Steuerrückerstattungen stützen Konsumausgaben

Ein weiterer Rückenwind für die Konsumausgaben kam von den Steuerrückerstattungen. Daten der US-Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) zeigten, dass die durchschnittliche Steuerrückerstattung bis zum 27. März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2025 um 351 US-Dollar gestiegen ist. Das US-Finanzministerium hatte zuvor geschätzt, dass die durchschnittliche Rückerstattung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 sogar um 1.000 US-Dollar höher ausfallen würde.

Steuerrückerstattungen gelten in den USA traditionell als kurzfristiger Impulsgeber für den privaten Konsum, da viele Haushalte diese Mittel direkt für Anschaffungen nutzen. Der Effekt ist besonders im ersten Quartal des Jahres spürbar, wenn die Steuererklärungen eingereicht und die Rückerstattungen ausgezahlt werden.

Datenlage nach Government Shutdown wieder normalisiert

Das Census Bureau hat zudem den Rückstau bei den monatlichen Einzelhandelsdaten aufgearbeitet, der durch den Government Shutdown im vergangenen Jahr entstanden war. Die Veröffentlichung der Daten läuft damit wieder im regulären Rhythmus. Der Bericht über die Einzelhandelsumsätze im April soll planmäßig im nächsten Monat veröffentlicht werden.

Für Anleger sind die US-Einzelhandelsumsätze ein wichtiger Frühindikator für die Entwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft. Starke Konsumausgaben signalisieren in der Regel eine robuste Konjunktur, können aber auch den Inflationsdruck erhöhen und die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve beeinflussen.

Us-EinzelhandelsumsätzeKonsumausgaben UsaBenzinpreise UsaSteuerrückerstattungen UsaCensus BureauUs-KonjunkturEinzelhandel März

Disclaimer