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US-Entlassungen im Dezember auf 17-Monats-Tief gefallen

Die angekündigten Stellenstreichungen in den USA sind im Dezember stark zurückgegangen und erreichten den niedrigsten Stand seit Juli 2024. Dies könnte auf eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes hindeuten.

US-Entlassungen im Dezember auf 17-Monats-Tief gefallen

Die Zahl der angekündigten Entlassungen in den USA ist im Dezember deutlich gesunken und erreichte ein 17-Monats-Tief. Das Beratungsunternehmen Challenger, Gray & Christmas meldete 35.553 geplante Stellenstreichungen für den Monat. Dies entspricht einem Rückgang von 50 Prozent gegenüber November und 8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Entlassungswelle prägte 2024

Trotz der positiven Dezember-Zahlen war 2024 insgesamt ein schwieriges Jahr für den US-Arbeitsmarkt. Arbeitgeber kündigten im Gesamtjahr mehr als 1,2 Millionen Stellenstreichungen an – ein Anstieg von 58 Prozent gegenüber 2023. Dies war der höchste Stand seit dem Pandemiejahr 2020. Selbst mit den moderaten Dezember-Zahlen verzeichnete das vierte Quartal 2024 das schlechteste Ergebnis seit 2008.

Neueinstellungen nehmen zu

Ein positives Signal kommt von der Einstellungsseite: Unternehmen kündigten Pläne zur Einstellung von 10.496 Mitarbeitern an. Dies bedeutet einen Anstieg von fast 16 Prozent gegenüber November und 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die steigenden Neueinstellungen könnten darauf hindeuten, dass sich der Arbeitsmarkt stabilisiert.

Diskrepanz zu offiziellen Statistiken

Interessanterweise spiegelt sich der deutliche Anstieg der Entlassungen in den Challenger-Zahlen nicht in den offiziellen Regierungsstatistiken wider. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe blieben über weite Teile des Jahres stabil. Im jüngsten Berichtszeitraum beliefen sich die Anträge auf 208.000. Der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt liegt laut Arbeitsministerium auf dem niedrigsten Stand seit April 2024.

Schwaches Beschäftigungswachstum erwartet

Die Neueinstellungen blieben jedoch insgesamt schwach. Das monatliche Beschäftigungswachstum lag im Durchschnitt bei nur 55.000 neuen Stellen. Für Dezember erwarten Analysten laut Dow-Jones-Konsens ein Beschäftigungswachstum von 73.000 Stellen. Die offiziellen Arbeitsmarktdaten werden am Freitag veröffentlicht und dürften wichtige Hinweise auf die weitere Entwicklung geben.

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