ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

US-Erdgaspreise: Morgan Stanley sieht Kaufgelegenheit

Die US-Erdgaspreise sind seit Dezember um 35% gefallen und notieren aktuell bei etwa 3,40 Dollar. Morgan Stanley hält den Rückgang für überzogen und prognostiziert für 2026 einen Henry Hub-Preis von 4,25 Dollar – 22% über den aktuellen Futures.

US-Erdgaspreise: Morgan Stanley sieht Kaufgelegenheit

Die jüngste Korrektur am US-Erdgasmarkt erscheint nach Einschätzung von Morgan Stanley als übertrieben. Analyst Devin McDermott sieht trotz milderer Wetterprognosen und einer leichten Erholung des Angebots deutliches Aufwärtspotenzial. Seine Empfehlung an Investoren: "Kaufen Sie den Rücksetzer."

Dramatischer Preisverfall seit Dezember

Anfang Dezember hatte Erdgas noch kurzzeitig die Marke von 5 Dollar überschritten, gestützt durch höher als erwartete Lagerbestände, Rekord-LNG-Flüsse und einen kalten Winterbeginn. Seitdem sind die Preise um etwa 35% auf rund 3,40 Dollar gefallen. Als Hauptgründe nennt McDermott wärmere Wetterprognosen und ein moderat gestiegenes Angebot.

Angebotswachstum verliert an Dynamik

Die Produktionssteigerung hat sich jedoch bereits deutlich verlangsamt. Im Dezember lag die Produktion im Monatsvergleich nur durchschnittlich 0,2 Milliarden Kubikfuß pro Tag (bcf/d) höher. Im Januar ist sie bereits um 0,3 bcf/d gesunken. Morgan Stanley warnt, dass die aktuellen Preise "zu niedrig sind, um das vom Markt benötigte Angebotswachstum voranzutreiben".

Besonders aussagekräftig: Die Zahl der aktiven Gasbohranlagen ist im vergangenen Monat um drei gesunken, darunter vier allein im wichtigen Haynesville-Feld. Dies deutet darauf hin, dass Produzenten bei den aktuellen Preisen ihre Aktivitäten zurückfahren.

LNG-Nachfrage als Preistreiber

Auf der Nachfrageseite zeigt sich ein anderes Bild. Die Einspeisung in LNG-Exportanlagen (Feedgas) steigt kontinuierlich und erreichte diese Woche etwa 19,3 bcf/d. Haupttreiber sind die Anlagen Plaquemines und Freeport. Morgan Stanley prognostiziert für 2026 ein LNG-Nachfragewachstum von 3,8 bcf/d und geht davon aus, dass Golden Pass bald mit der Produktion beginnen wird.

Speicherstände steigen moderat

Die Lagererwartungen für Ende März 2026 wurden von 1,7 Billionen Kubikfuß (Tcf) auf 1,9 Tcf nach oben korrigiert. Trotz dieser höheren Bestände argumentiert Morgan Stanley, dass das langfristige Marktgleichgewicht deutlich höhere Preise rechtfertigt.

Prognose deutlich über Futures

Mit ihrer Prognose von 4,25 Dollar für den Henry Hub im Jahr 2026 liegt die Bank etwa 22% über den aktuellen Futures-Preisen. McDermott betont: "Selbst bei einem milderen Winter sehen wir in den kommenden Monaten Aufwärtspotenzial." Die strukturellen Faktoren – stagnierendes Angebot bei steigender LNG-Nachfrage – sprechen seiner Ansicht nach klar für höhere Preise.

Für deutsche Investoren, die am US-Erdgasmarkt partizipieren möchten, könnte die aktuelle Schwäche eine interessante Einstiegsgelegenheit darstellen. Allerdings sollten die Volatilität des Rohstoffmarktes und die Abhängigkeit von Wetterbedingungen berücksichtigt werden.

Us-ErdgasMorgan StanleyHenry HubLNGErdgaspreis

Disclaimer