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US-Erzeugerpreise steigen im April so stark wie seit 2022 nicht

Der PPI legte im April um 1,4 Prozent zu – deutlich über den Erwartungen und ein klares Signal für wachsenden Inflationsdruck.

US-Erzeugerpreise steigen im April so stark wie seit 2022 nicht

Die US-Erzeugerpreise sind im April 2026 stärker gestiegen als von Analysten erwartet. Der Erzeugerpreisindex (PPI) für die Endnachfrage kletterte um 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat – der größte monatliche Zuwachs seit März 2022. Das teilte das Bureau of Labor Statistics (BLS) des US-Arbeitsministeriums am Mittwoch mit.

Ökonomen hatten lediglich einen Anstieg von 0,5 Prozent prognostiziert. Im März hatte der PPI nach einer Aufwärtsrevision um 0,7 Prozent zugelegt. Der Anstieg im April erfasste sowohl Waren als auch Dienstleistungen und signalisiert eine breite Inflationsdynamik in der US-Wirtschaft.

Im Jahresvergleich sprang der PPI um 6,0 Prozent – der stärkste Anstieg seit Dezember 2022. Im März hatte die Jahresrate noch bei 4,0 Prozent gelegen. Zum Teil ist dieser Sprung darauf zurückzuführen, dass vergleichsweise niedrige Werte aus dem Vorjahr aus der Berechnung herausgefallen sind.

Krieg im Nahen Osten belastet Lieferketten

Ein wesentlicher Treiber des Preisanstiegs sind höhere Energiekosten. Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran beeinträchtigt den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Der Konflikt belastet die globalen Lieferketten erheblich und führt zu Engpässen bei einer Vielzahl von Gütern, darunter Düngemittel, Aluminium und Konsumgüter.

Die Folgen sind auch für europäische und deutsche Unternehmen spürbar, die auf Rohstoffe und Vorprodukte aus dem internationalen Handel angewiesen sind. Steigende Erzeugerpreise in den USA können sich über globale Handelsströme auf die Importpreise anderer Länder auswirken.

Federal Reserve unter Druck

Der Inflationsanstieg stellt die US-Notenbank Federal Reserve vor eine wachsende Herausforderung. Bereits am Dienstag hatte das BLS gemeldet, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) im April weiter gestiegen ist und die jährliche Inflationsrate den stärksten Zuwachs seit drei Jahren verzeichnete.

Die Fed orientiert sich bei ihrem Inflationsziel von 2,0 Prozent an den Preisindizes für die persönlichen Konsumausgaben (PCE). Vor der Veröffentlichung des PPI-Berichts schätzten Ökonomen, dass die Kern-PCE-Inflation – also ohne die volatilen Komponenten Nahrungsmittel und Energie – im April um bis zu 0,4 Prozent steigen könnte, nach einem Plus von 0,3 Prozent im März. Im Jahresvergleich wurden Schätzungen von bis zu 3,4 Prozent für die Kern-PCE erwartet; im März hatte sie bei 3,2 Prozent gelegen.

Die Fed beließ ihren Leitzins zuletzt in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Angesichts der hartnäckig erhöhten Inflation und der geopolitischen Unsicherheiten dürfte der Spielraum für baldige Zinssenkungen weiter schwinden. Für Anleger und Märkte bleibt die Frage zentral, wie die Notenbank auf die anhaltend hohen Preisdrücke reagieren wird.

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