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US-Fertigungssektor wächst wieder – Indien-Deal treibt Märkte an

ISM-Index signalisiert erstmals seit einem Jahr Expansion, während Trump-Abkommen mit Indien für Kurssprünge sorgt.

US-Fertigungssektor wächst wieder – Indien-Deal treibt Märkte an

Die US-Fertigungsindustrie hat im Januar überraschend wieder Fahrt aufgenommen. Laut der aktuellen ISM-Umfrage expandierte der Sektor zum ersten Mal seit zwölf Monaten. Diese unerwartete Erholung dürfte die Erwartungen an weitere Zinssenkungen der Federal Reserve dämpfen und die makroökonomische Lage neu bewerten lassen.

An den Aktienmärkten sorgte die positive Nachricht für Auftrieb. Der S&P 500 legte zu, angeführt von Technologie- und KI-Werten. Alphabet gewann 1,9 Prozent, Amazon kletterte um 1,5 Prozent. Beide Tech-Giganten werden diese Woche ihre Quartalszahlen vorlegen – Alphabet am Mittwoch, Amazon am Donnerstag. Der pan-europäische STOXX 600 erreichte mit einem Plus von einem Prozent ein neues Rekordhoch.

Im Technologiesektor verkündete Elon Musk die Übernahme seines KI-Startups xAI durch SpaceX. Der Zusammenschluss könnte SpaceX' geplante Expansion ins Datencenter-Geschäft beschleunigen und die Konkurrenzfähigkeit gegenüber etablierten KI-Schwergewichten stärken. Investoren erhalten heute weitere Einblicke durch Quartalszahlen von AMD und Supermicro Computer.

Rohstoffmärkte stabilisieren sich

Nach turbulenten Tagen zeigten sich die Edelmetallmärkte stabiler. Gold verzeichnete einen Anstieg von über fünf Prozent und steuert auf den größten Tagesgewinn seit 2008 zu. Analysten sehen trotz des jüngsten Verkaufsdrucks weiteres Aufwärtspotenzial für den Bullenmarkt bei Edelmetallen.

Der Ölpreis gab hingegen weiter nach. Die geopolitische Risikoprämie schwächte sich ab, nachdem die USA und der Iran Atomgespräche in der Türkei für Freitag ankündigten. Am Montag war Öl bereits um mehr als vier Prozent gefallen. Der US-Dollar schwächte sich leicht ab, während der chinesische Yuan vor dem Mondneujahr auf ein Dreijahreshoch kletterte.

Indien-Deal sorgt für Kurssprung

Besondere Aufmerksamkeit verdient das von US-Präsident Trump angekündigte Handelsabkommen mit Indien. Neu-Delhi verpflichtet sich, den Kauf von russischem Öl einzustellen und stattdessen amerikanisches Öl sowie möglicherweise venezolanisches zu beziehen. Im Gegenzug senken die USA die Zölle auf indische Waren von 50 auf 18 Prozent.

Indien wird zudem amerikanische Waffen und Flugzeuge kaufen. Die direkte Folge: Die indische Rupie erlebte ihren größten Tagesgewinn seit sieben Jahren, die Aktienindizes sprangen um mehr als zwei Prozent. Das Abkommen zeigt Trumps Strategie, Handelspartnerschaften neu zu verhandeln und gleichzeitig Russlands Einfluss zu beschränken.

Australiens Zentralbank hob die Zinsen erstmals seit zwei Jahren an und warnte, dass die Inflation noch längere Zeit über dem Zielwert bleiben werde. Der australische Dollar und die Anleiherenditen stiegen daraufhin.

Datenverzögerungen durch Regierungsstillstand

Investoren müssen sich auf Verzögerungen bei wichtigen Wirtschaftsdaten einstellen. Die für heute angesetzten JOLTS-Daten zu Stellenangeboten sowie der für Freitag geplante Arbeitsmarktbericht vom Januar werden aufgrund des teilweisen Regierungsstillstands verschoben. Gesetzgeber stimmen heute über die Beendigung der Blockade ab, sodass mit einer baldigen Auflösung gerechnet wird.

Heute stehen zudem Quartalszahlen von Schwergewichten wie AMD, Pfizer, PepsiCo, PayPal, Merck und Mondelez auf der Agenda. Eine Rede von Thomas Barkin, Präsident der Richmond Fed, könnte weitere Hinweise zur Zinspolitik liefern.

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