US-Firma übernimmt Werk von Northvolt in Polen
Lyten plant Produktionsneustart – Zukunft des Standorts Heide bleibt weiter unklar

Die Überreste des schwedischen Batterieunternehmens Northvolt werden weiter aufgeteilt. Nach der Insolvenz des einst hochambitionierten Konzerns übernimmt die US-Firma Lyten nun das große Werk im polnischen Danzig. Dabei handelt es sich laut Unternehmensangaben um die größte Produktionsstätte für Energiespeicher-Systeme dieser Art in Europa. Die Fertigung in der Fabrik soll umgehend wieder aufgenommen werden.
Lyten, ein auf Batterietechnik spezialisiertes Unternehmen, setzt damit seine Expansion fort. Bereits zuvor hatte sich die US-Firma einen Northvolt-Standort im kalifornischen Silicon Valley gesichert. Auch in Polen ist das Unternehmen nicht der erste neue Akteur: Vor der Übernahme durch Lyten war der Lastwagenhersteller Scania in das Industriegeschäft am Standort Danzig eingestiegen. Über die finanziellen Details der Übernahmen äußerten sich weder Lyten noch Scania. Angaben zum Kaufpreis wurden in beiden Fällen nicht gemacht.
Northvolt war mit dem Anspruch angetreten, zu einem führenden europäischen Hersteller im Batteriegeschäft zu werden. Das Unternehmen erhielt große öffentliche Aufmerksamkeit und Unterstützung, scheiterte jedoch letztlich an wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Im März dieses Jahres meldete Northvolt Insolvenz in Schweden an. Seither werden die verbliebenen Vermögenswerte veräußert oder neu geordnet.
Ungewiss bleibt weiterhin die Zukunft der geplanten Gigafactory in Schleswig-Holstein. Bei Heide sollte ein weiteres großes Werk entstehen, das maßgeblich von staatlicher Seite gefördert wurde. Rund 600 Millionen Euro hat die staatliche Förderbank KfW dafür bereitgestellt. Diese Summe ist jeweils zur Hälfte durch den Bund und das Land Schleswig-Holstein abgesichert. Ob und wie der Bau fortgesetzt werden kann, ist derzeit offen. Eine Entscheidung über den künftigen Verlauf des Projekts steht noch aus.
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Zur AktienanalyseMit dem Verkauf des Werks in Danzig an Lyten ist ein weiterer Schritt im Abbau des einstigen Northvolt-Konzerns vollzogen. Der Fokus liegt nun auf der Wiederaufnahme der Produktion durch den neuen Eigentümer. Die US-Firma kündigte an, die Fertigung von Energiespeicher-Systemen ohne Verzögerung neu zu starten. Weitere Details zur geplanten Nutzung oder zur künftigen Beschäftigungssituation vor Ort wurden bislang nicht bekannt.

