US-Flughäfen drohen Chaos: TSA-Personal arbeitet ab Samstag unbezahlt
Reisebranche warnt vor Sicherheitsproblemen und massiven Verspätungen durch drohenden Government Shutdown

Ab Samstag müssen tausende Sicherheitskräfte an US-Flughäfen ohne Bezahlung arbeiten, falls der Kongress keine Einigung über die Finanzierung des Heimatschutzministeriums erzielt. Die Transportation Security Administration (TSA) ist direkt von dem drohenden Shutdown betroffen, was erhebliche Auswirkungen auf den Flugverkehr haben könnte.
Die führenden Verbände der US-Reisebranche schlagen Alarm. Airlines for America, U.S. Travel und die American Hotel & Lodging Association warnen in einer gemeinsamen Stellungnahme vor den Konsequenzen: "Reisende und die US-Wirtschaft können es sich nicht leisten, dass essentielles TSA-Personal ohne Bezahlung arbeitet." Die Organisationen befürchten einen deutlichen Anstieg von Krankmeldungen und ungeplanten Fehlzeiten, was zu längeren Wartezeiten sowie verpassten oder verspäteten Flügen führen würde.
Erst im vergangenen Herbst mussten die Sicherheitskontrolleure bereits 43 Tage lang ohne Gehalt arbeiten. Damals kam es zu zehntausenden Flugausfällen und Verspätungen, nachdem Fluglotsen aus Protest fernblieben. Die Federal Aviation Administration (FAA) sah sich gezwungen, an 40 großen Flughäfen erhebliche Flugstreichungen anzuordnen.
Flugsicherung diesmal gesichert
Immerhin gibt es einen Unterschied zum letzten Shutdown: Der Kongress hat bereits Gesetze verabschiedet, um den Betrieb der Flugsicherung bis zum 30. September zu finanzieren. Die Fluglotsen werden also weiterhin bezahlt, was das Risiko von Flugausfällen durch fehlende Lotsen minimiert.
Das Heimatschutzministerium hatte im vergangenen Jahr erklärt, mehr als 70.000 Strafverfolgungsbeamte weiterhin zu bezahlen, darunter Mitarbeiter der Grenzschutzbehörde CBP, der Einwanderungsbehörde ICE und des Secret Service. Im Oktober wurde dann präzisiert, dass zwar die Federal Air Marshals der TSA ihr Gehalt erhalten würden, nicht jedoch das Personal der Sicherheitskontrollen an den Flughäfen.
Auswirkungen für deutsche Reisende
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Zur AktienanalyseFür deutsche Urlauber und Geschäftsreisende bedeutet der drohende Shutdown konkret: An US-Flughäfen ist mit deutlich längeren Wartezeiten bei den Sicherheitskontrollen zu rechnen. Fluggesellschaften empfehlen bereits jetzt, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Auch Anschlussflüge könnten gefährdet sein, wenn sich die Abfertigung verzögert.
Die Reisebranche hofft nun auf eine kurzfristige Einigung im Kongress, um die Situation zu entschärfen. Sollte der Shutdown tatsächlich eintreten, rechnen Experten mit ähnlichen Problemen wie im Herbst, als der Flugverkehr zeitweise erheblich beeinträchtigt war.


