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US-Futures fallen vor Inflationsdaten und Iran-Kriegsentwicklungen

Anleger warten gespannt auf den US-Verbraucherpreisindex für April – Geopolitik belastet die Stimmung zusätzlich.

US-Futures fallen vor Inflationsdaten und Iran-Kriegsentwicklungen

Die US-Aktienfutures gaben am frühen Dienstag nach, während Händler weltweit die Veröffentlichung des amerikanischen Verbraucherpreisindex (CPI) für April erwarteten. Die Futures auf den S&P 500 notierten 0,16 Prozent tiefer, die Nasdaq-100-Futures verloren 0,33 Prozent. Die Futures auf den Dow Jones Industrial Average lagen geringfügig im Minus.

Dabei hatten die US-Märkte am Montag noch stark abgeschlossen: Sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq Composite erreichten neue Intraday- und Schlussrekorde. Der S&P 500 legte um 0,19 Prozent zu, der technologielastige Nasdaq verbuchte ein Plus von 0,10 Prozent. Der Dow Jones gewann 95,31 Punkte oder ebenfalls 0,19 Prozent.

Geopolitik belastet: Trump kritisiert Iran-Waffenstillstand

Zusätzlichen Druck auf die Märkte übte die geopolitische Lage im Nahen Osten aus. US-Präsident Donald Trump bezeichnete den einen Monat alten Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran als „unglaublich schwach" und erklärte, dieser hänge an „massiven lebenserhaltenden Maßnahmen". Hintergrund ist ein von Trump als „inakzeptabel" abgelehnter Gegenvorschlag aus Teheran zur Beendigung des Krieges.

In seinem jüngsten Gegenangebot beharrte der Iran auf Reparationszahlungen, voller Souveränität über die strategisch wichtige Straße von Hormus, der Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte sowie der Aufhebung von Sanktionen. Die Ölpreise reagierten auf diese Entwicklungen und stiegen am Montag spürbar an – der Energiesektor war mit einem Plus von 2,63 Prozent der stärkste Sektor des Tages.

CPI-Daten im Fokus: Ökonomen erwarten 3,7 Prozent Inflation

Der entscheidende Datenpunkt des Tages war die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex für April um 8:30 Uhr Ortszeit (ET). Von Dow Jones befragte Ökonomen erwarteten, dass die Gesamtinflation im Jahresvergleich um 3,7 Prozent gestiegen ist. Im Monatsvergleich zum März rechneten die Experten mit einem Anstieg von 0,6 Prozent. Für deutsche Anleger sind diese Zahlen besonders relevant, da die US-Inflationsdaten maßgeblich die Zinspolitik der Federal Reserve beeinflussen – und damit auch die globalen Kapitalmärkte.

Neben dem CPI beobachteten Händler auch die endgültigen Stundenlöhne, die durchschnittliche Wochenarbeitszeit sowie die Haushaltsdaten des US-Finanzministeriums für April. Diese Arbeitsmarktdaten liefern weitere Hinweise auf die wirtschaftliche Verfassung der größten Volkswirtschaft der Welt.

Starke Berichtssaison stützt Märkte

Eine solide Berichtssaison hat die US-Aktien in den vergangenen Handelstagen auf neue Höchststände getrieben. Marci McGregor, Leiterin der Portfoliostrategie im Chief Investment Office bei Merrill und der Bank of America Private Bank, äußerte sich am Montag in der CNBC-Sendung „Closing Bell" optimistisch. „Sollte es nach dieser sehr starken Erholung von den Tiefstständen im März zu einer Schwächephase kommen, würde ich dies als Kaufgelegenheit betrachten, da dieser Markt von Unternehmensgewinnen, Investitionen und offen gesagt von einem starken Arbeitsmarkt angetrieben wird", sagte sie. „Es gibt viele Gründe, optimistisch zu sein."

Zu den Unternehmen, die vor dem Handelsauftakt am Dienstag ihre Quartalszahlen vorlegten, gehörten Under Armour, Vodafone, On Holding, Aramark, eToro und Tencent Music Entertainment.

Sektorenüberblick: Energie führt, Kommunikation schwächelt

Am Montag schlossen sechs der elf GICS-Sektoren im Plus. Neben dem Energiesektor mit einem Zuwachs von 2,63 Prozent legten auch die Sektoren Grundstoffe (+1,43 %), Industrie (+1,01 %) und Informationstechnologie (+1,00 %) deutlich zu. Auf der Verliererseite führte der Kommunikationsdienstleistungssektor mit einem Minus von 2,33 Prozent. Basiskonsumgüter verloren 0,76 Prozent, zyklische Konsumgüter gaben 0,64 Prozent nach.

Im nachbörslichen Handel am Montagabend notierten die Futures nahezu unverändert. Alle drei großen Indizes handelten kurz nach 18:00 Uhr ET um die Nulllinie.

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