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US-Futures steigen dank Iran-Friedenshoffnungen – Ölpreise brechen ein

Fortschritte in den Iran-Gesprächen beflügeln die Anlegerstimmung und lösen einen massiven Rückgang der Ölpreise aus.

US-Futures steigen dank Iran-Friedenshoffnungen – Ölpreise brechen ein

Die US-Aktienfutures haben am Montagabend deutlich zugelegt, nachdem Anzeichen für Fortschritte in den Verhandlungen zur Beendigung des Iran-Kriegs die Stimmung an den Märkten aufgehellt hatten. Die Wall Street selbst war wegen des Memorial Day-Feiertags geschlossen. Die Futures deuteten jedoch auf einen positiven Handelsstart hin.

Die S&P 500 Futures stiegen um 0,6 % auf 7.538,0 Punkte, während die Nasdaq 100 Futures um 0,9 % auf 29.808,75 Punkte kletterten. Die Dow Jones Futures legten ebenfalls um 0,6 % auf 50.966,0 Punkte zu – gemessen jeweils bis 20:10 Uhr ET (00:10 Uhr GMT).

Iran-Gespräche als Kurstreiber

Auslöser der positiven Stimmung waren Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der am Montag erklärte, die Gespräche mit dem Iran kämen „gut voran". Am Wochenende hatte Trump bereits mitgeteilt, Washington und Teheran hätten „weitgehend" eine Absichtserklärung ausgehandelt. Diese könnte letztlich die Straße von Hormus wieder öffnen – eine strategisch bedeutende Route für den weltweiten Transport von Rohöl und verflüssigtem Erdgas. Trump mahnte jedoch zur Vorsicht und betonte, es gebe „keine Eile", ein Abkommen abzuschließen.

Die Aussicht auf eine Einigung ließ die Ölpreise massiv einbrechen. Die Brent-Rohöl-Futures fielen am Montag um mehr als 7 % auf knapp 96 US-Dollar pro Barrel. Die WTI-Rohöl-Futures sanken im asiatischen Handel am Dienstag um rund 6 % auf fast 90 US-Dollar pro Barrel. Sinkende Energiepreise gelten als Entlastung für die Inflation und steigern in der Regel den Appetit der Anleger auf Risikoanlagen.

Militärangriffe und offene Streitpunkte dämpfen Euphorie

Die Kursgewinne blieben jedoch begrenzt. Berichte über neue US-Militärangriffe im Südiran gegen Raketenabschussplätze und Minenlegerschiffe sorgten für Zurückhaltung. Die Angriffe seien „defensiver" Natur gewesen und deuteten nicht auf ein Ende des Waffenstillstands hin, hieß es in den Berichten. Dennoch blieben viele Anleger besorgt, dass die Verhandlungen noch scheitern könnten.

Iranische Beamte erklärten Berichten zufolge, dass Schlüsselfragen – darunter die Aufhebung von Sanktionen und Schifffahrtsbeschränkungen – trotz der Fortschritte weiterhin ungeklärt seien. Dies unterstreicht, wie fragil die aktuelle Verhandlungssituation noch ist.

Blick auf PCE-Daten und Fed-Zinspolitik

Im Vorfeld des Handelsbeginns hatten die US-Märkte die vergangene Woche uneinheitlich abgeschlossen. Der Dow Jones Industrial Average hatte am Freitag ein weiteres Rekordhoch erreicht, während Anleger angesichts hoher Staatsanleiherenditen und der Unsicherheit über den Zinskurs der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) vorsichtig blieben.

In der laufenden Woche rücken nun wichtige Konjunkturdaten in den Fokus. Besonders der PCE-Preisindex (Preisindex für persönliche Konsumausgaben) am Donnerstag gilt als entscheidend – er ist der bevorzugte Inflationsindikator der Fed und könnte weitere Hinweise auf den künftigen Zinspfad liefern. Für deutsche Anleger mit US-Engagements bleibt die Kombination aus geopolitischen Risiken, Ölpreisentwicklung und Fed-Politik damit das bestimmende Thema der Woche.

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