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US-Futures steigen nach Kampfpause zwischen USA und Iran

Ölpreise geben nach, Megacap-Quartalszahlen und Fed-Sitzung rücken in den Fokus der Märkte.

US-Futures steigen nach Kampfpause zwischen USA und Iran

Die US-Aktienfutures haben am frühen Montag zugelegt, während die Ölpreise spürbar nachgaben. Auslöser war eine Kampfpause zwischen den USA und dem Iran am Wochenende, die die Risikobereitschaft der Anleger merklich erhöhte. Die geopolitische Entspannung sorgte für Erleichterung an den Finanzmärkten weltweit.

Besonders deutlich zeigte sich die positive Stimmung bei den Technologiewerten: Die Futures auf den Nasdaq 100 legten um 1,16 Prozent zu. Die Futures auf den S&P 500 gewannen 0,72 Prozent, während die Futures auf den Dow Jones Industrial Average um 305 Punkte beziehungsweise 0,59 Prozent stiegen. Die Märkte signalisierten damit einen freundlichen Wochenstart an der Wall Street.

Ölpreise unter Druck

Die Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran wirkte sich unmittelbar auf den Ölmarkt aus. Da der Iran ein bedeutender Ölproduzent ist, führen geopolitische Spannungen in der Region typischerweise zu steigenden Ölpreisen – und umgekehrt. Die Kampfpause ließ die Risikoprämie im Ölpreis sinken, was sich in fallenden Notierungen niederschlug.

Für Anleger ist dieser Zusammenhang zwischen Geopolitik und Rohstoffpreisen ein wichtiger Faktor bei der Portfoliosteuerung. Sinkende Ölpreise können einerseits Energieunternehmen belasten, andererseits aber die Kosten für energieintensive Industrien und Verbraucher senken – was wiederum breiten Aktienindizes zugutekommen kann.

Anspruchsvolle Woche für Investoren

Händler blickten am Montag nicht nur auf die geopolitische Lage, sondern auch auf eine ereignisreiche Woche. Quartalszahlen von sogenannten Megacap-Unternehmen – also den größten börsennotierten Konzernen der Welt – stehen auf dem Programm. Diese Ergebnisse haben erfahrungsgemäß großen Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Indizes, da die Schwergewichte einen erheblichen Anteil an der Marktkapitalisierung der großen US-Indizes ausmachen.

Zusätzlich steht eine Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve an, die laut Marktbeobachtern das Potenzial für eine Überraschung birgt. Die Fed-Entscheidungen zur Zinspolitik gehören zu den meistbeachteten Ereignissen an den globalen Finanzmärkten und können kurzfristig für erhebliche Kursbewegungen sorgen.

Gemischtes Bild in Asien

Auch die asiatischen Märkte reagierten auf das geopolitische Umfeld, allerdings uneinheitlich. Der japanische Nikkei 225 gab leicht um 0,12 Prozent nach, während der breitere Topix-Index um 0,87 Prozent zulegte. Das gemischte Bild in Asien spiegelt die Unsicherheit wider, die trotz der Kampfpause an den Märkten verbleibt.

Für deutsche Privatanleger bleibt die Kombination aus geopolitischen Entwicklungen, bevorstehenden Unternehmensberichten und der Fed-Sitzung ein wichtiges Thema. Die Entwicklungen in den USA haben erfahrungsgemäß starke Auswirkungen auf den DAX und andere europäische Indizes, sodass die kommenden Handelstage auch hierzulande mit Spannung erwartet werden.

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