US-Futures steigen nach starkem Arbeitsmarktbericht – Cisco unter Druck
Anleger blicken auf Inflationsdaten und Unternehmensberichte, während Zinssenkungshoffnungen schwinden

Die US-Aktienmärkte zeigen sich am Donnerstag von ihrer freundlichen Seite. Die Futures auf die wichtigsten Indizes deuten auf einen positiven Handelsstart hin, nachdem die Wall Street den überraschend robusten Arbeitsmarktbericht vom Vortag verdaut hat. Der Dow-Future legte um 143 Punkte oder 0,3% zu, während S&P 500 und Nasdaq 100 ebenfalls jeweils 0,3% im Plus notierten.
Im Fokus der Anleger stehen nun die anstehenden Inflationsdaten sowie eine neue Welle von Quartalsberichten. Die Januar-Beschäftigungszahlen hatten am Mittwoch für Bewegung gesorgt: Mit 130.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft übertraf die US-Wirtschaft die Erwartungen deutlich. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,3%.
Die starken Arbeitsmarktdaten haben allerdings die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung der Federal Reserve gedämpft. Marktteilnehmer rechnen nun kaum noch mit einer Zinssenkung vor der zweiten Jahreshälfte 2026. Diese Entwicklung belastete unter anderem den Goldpreis, der typischerweise von niedrigeren Zinsen profitiert.
Gemischtes Bild bei Einzelwerten
Unter den Einzelaktien geriet Cisco Systems unter Druck. Der Netzwerkausrüster leidet unter gestiegenen Preisen für Speicherchips, die auf die Gewinnmargen drücken. Auch die Handelsplattform Robinhood musste deutliche Verluste hinnehmen und brach um 8,9% ein, nachdem das Unternehmen enttäuschende Umsatzzahlen für das vierte Quartal vorgelegt hatte.
Moderna gab ebenfalls nach, nachdem US-Bundesbehörden entschieden hatten, den neuen Grippeimpfstoff des Arzneimittelherstellers nicht zu prüfen. Software- und Broker-Aktien standen unter Druck, was die wachsenden Sorgen über mögliche Beeinträchtigungen durch neue KI-Tools widerspiegelt. Eine Rallye bei Halbleiteraktien federte die Verluste jedoch teilweise ab.
Arbeitsmarkt mit Licht und Schatten
Bei genauerer Betrachtung der Beschäftigungsdaten zeigt sich ein differenziertes Bild. Ein Großteil des Stellenwachstums im Januar stammte aus dem Gesundheitssektor, der traditionell von der Nachfrage einer alternden Bevölkerung profitiert. Andere Bereiche wie freiberufliche und unternehmensbezogene Dienstleistungen zeigten hingegen Schwächezeichen.
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Zur AktienanalyseMarktbeobachter führen dies auf den zunehmenden Einsatz von KI-Technologien zurück, die viele Arbeitgeber im Dienstleistungssektor veranlassen, ihre Einstellungspläne zu überdenken. Auch die Bemühungen der Trump-Administration, den Umfang der US-Regierung zu reduzieren, haben die Zahl der Bundesbediensteten verringert.
Am Mittwoch hatte der Dow Jones Industrial Average mit einem Minus von 0,1% geschlossen, blieb jedoch über der psychologisch wichtigen Marke von 50.000 Punkten. Der S&P 500 schloss unverändert, während der Nasdaq Composite um 0,2% nachgab. Die Renditen von US-Staatsanleihen waren gestiegen.


