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US-Futures volatil: Iran-Deadline und Broadcom im Fokus

Anleger beobachten die US-Frist für den Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus – Märkte reagieren nervös.

US-Futures volatil: Iran-Deadline und Broadcom im Fokus

Die US-Aktienfutures zeigten sich am Dienstag volatil, während die Anleger die bevorstehende amerikanische Frist für den Iran genau im Blick behielten. Im Mittelpunkt steht die Forderung, die Straße von Hormus wieder zu öffnen – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt für den globalen Ölhandel. Präsident Trump hatte dabei mit der Zerstörung der iranischen Zivilisation gedroht, sollten die Forderungen nicht erfüllt werden.

Bis 06:33 Uhr ET (10:33 Uhr GMT) notierten die Dow-Futures nahezu unverändert. Die S&P 500-Futures gaben um 6 Punkte oder 0,1 Prozent nach, während die Nasdaq 100-Futures um 43 Punkte beziehungsweise 0,2 Prozent sanken. Die geopolitische Unsicherheit rund um den Iran belastete damit die Stimmung an den US-Terminmärkten spürbar.

Ölpreis und Fed-Zinspolitik unter Druck

Der Ölpreis notierte knapp unter der Marke von 110 US-Dollar, während Trumps Hormus-Deadline näher rückte. Die Entwicklung am Ölmarkt hat dabei auch direkte Auswirkungen auf die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve: Die Schweizer Großbank UBS senkte ihre Kursziele für den S&P 500 und begründete dies damit, dass höhere Ölpreise die erwarteten Zinssenkungen der Fed verzögern dürften. Für deutsche Anleger ist dies besonders relevant, da eine länger restriktive US-Geldpolitik auch den europäischen Märkten und dem Euro-Dollar-Kurs nicht gleichgültig ist.

Die Straße von Hormus gilt als einer der bedeutendsten Energiekorridore weltweit. Rund 20 Prozent des global gehandelten Öls passieren diese enge Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman. Eine Blockade oder Eskalation in dieser Region hätte unmittelbare Folgen für die globalen Energiepreise und damit für Inflation und Wirtschaftswachstum weltweit.

Broadcom und Managed-Care-Aktien als Lichtblick

Trotz der allgemeinen Unsicherheit gab es im vorbörslichen Handel auch positive Signale. Broadcom-Aktien legten zu, gestützt durch einen Deal mit Google, der die Aufmerksamkeit der Märkte auf sich zog. Auch Aktien aus dem Bereich Managed Care verzeichneten vorbörsliche Kursgewinne. Auf der anderen Seite gab Mach Natural Resources nach und gehörte damit zu den schwächeren Werten des Tages.

Die Marktteilnehmer stehen damit vor einem komplexen Umfeld: Geopolitische Risiken im Nahen Osten, ein steigender Ölpreis, eine möglicherweise länger straffe Fed-Politik und gleichzeitig einzelne Unternehmensgeschichten, die für Aufwärtsbewegungen sorgen. Für Anleger bleibt die Lage angespannt – die kommenden Stunden rund um die Iran-Deadline dürften richtungsweisend für die weitere Marktentwicklung sein.

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