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US-Gewerbeimmobilien: Transaktionsvolumen sinkt weiter

Der US-Gewerbeimmobilienmarkt schwächelt weiter. Im November sank das Transaktionsvolumen um 10% gegenüber dem Vorjahr – der zweite Rückgang in Folge nach der kurzen Erholung Anfang 2024.

US-Gewerbeimmobilien: Transaktionsvolumen sinkt weiter

Der US-amerikanische Gewerbeimmobilienmarkt zeigt weiterhin Schwächezeichen. Nach Daten von Moody's, die exklusiv für CNBC erstellt wurden, lag das Transaktionsvolumen im November 2025 um 10% unter dem Vorjahreswert. Mit nur 1.800 Transaktionen bewegte sich der Markt sogar unter dem Niveau von November 2020, dem ersten Jahr der Covid-Pandemie.

Die Analyse erfasst die 50 größten Verkäufe von Gewerbeimmobilien in den USA in den Kernsegmenten Mehrfamilienhäuser, Büro, Industrie, Einzelhandel und Hotel. Der Oktober war bereits der erste Monat mit negativem Wachstum seit der Markterholung Anfang 2024, die nach den Zinserhöhungen der US-Notenbank eingesetzt hatte.

Trend zu Großtransaktionen

Trotz des rückläufigen Gesamtvolumens zeigt sich ein klarer Trend: Investoren konzentrieren sich verstärkt auf große, hochwertige Immobilien. Während alle kleineren Transaktionsgrößen im Jahresvergleich sanken, stiegen Verkäufe über 100 Millionen Dollar um beeindruckende 51%. Dies trieb die durchschnittliche Transaktionsgröße auf 14,2 Millionen Dollar – deutlich über dem Durchschnitt von 12 Millionen Dollar seit 2019.

Die Mehrheit der Top-50-Verkäufe entfiel auf Objekte der Klasse A, also Premium-Immobilien. Das Segment Mehrfamilienhäuser führte mit 20 Transaktionen, gefolgt von Büroimmobilien mit 11 und Industrieimmobilien mit acht Geschäften.

Büromarkt findet zu Preisfindung

Besonders interessant entwickelt sich der Büromarkt. Laut Moody's-Analyst Fagan gibt es eine "allgemeine Lockerung" bei Büro-Transaktionen. Der Markt habe einen effizienteren Prozess zur Bestimmung fairer Preise gefunden. Fast alle Büro-Deals unter den Top 50 folgen einem klaren Muster: Die Objekte werden entweder für geschäftskritische Zwecke erworben, haben Umwandlungspotenzial oder sind zu stark reduzierten Preisen verfügbar.

Ein Beispiel: Axonic Capital erwarb 114 West 41st Street in New York City von Clarion Partners mit einem Abschlag von 53% gegenüber dem vorherigen Verkaufspreis. Gleichzeitig kaufen Unternehmen vermehrt strategische Büroimmobilien, um mehr Kontrolle über ihre Standorte zu erlangen – wie Novartis in Durham, First Citizens in San Francisco oder Alo Yoga in Beverly Hills.

Medizinische Büros und Rechenzentren gefragt

Einen der größten Deals des Monats tätigte Welltower: Das Unternehmen verkaufte ein Portfolio medizinischer Büroimmobilien im Wert von 7,2 Milliarden Dollar an ein Joint Venture aus Remedy Medical Properties und Kayne Anderson Real Estate. Das Portfolio umfasst 296 Objekte in 34 US-Bundesstaaten und macht die Käufer zum größten Eigentümer ambulanter medizinischer Gebäude in den USA mit insgesamt 1.104 Objekten.

Solche großen Portfolio-Transaktionen prägten den November-Bericht und machten 17 der Top-50-Geschäfte aus – ein Trend, der sich seit der Pandemie verstärkt hat.

Rechenzentren bleiben Wachstumstreiber

Der zweitgrößte Deal des Monats mit einem Volumen von 615 Millionen Dollar unterstrich die anhaltende Nachfrage nach Rechenzentren. SDC Capital Partners erwarb 97 Acres Land in Leesburg, Virginia, das für die Entwicklung von Rechenzentren ausgewiesen ist. Der Rechenzentrumssektor bleibt einer der gefragtesten Bereiche im US-Gewerbeimmobilienmarkt.

Die Entwicklung zeigt: Während das Gesamtvolumen sinkt, konzentriert sich das Kapital auf wenige, aber große und hochwertige Transaktionen. Investoren setzen auf Qualität statt Quantität – ein Trend, der sich 2026 fortsetzen dürfte.

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