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US-Haushaltskrise: Streit um ICE-Operationen blockiert Finanzierung

Die Finanzierung des US-Heimatschutzministeriums steht auf der Kippe. Demokraten und Republikaner streiten über die umstrittenen Abschiebungsmaßnahmen der Einwanderungsbehörde ICE, die auch US-Bürger betreffen.

US-Haushaltskrise: Streit um ICE-Operationen blockiert Finanzierung

Die Finanzierung für das US-Ministerium für Innere Sicherheit (DHS) und mehrere andere Bundesbehörden könnte diese Woche auslaufen. Der Grund: Demokraten und Republikaner im US-Kongress finden keinen Konsens über die aggressiven Vollstreckungsmaßnahmen der Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement).

Umstrittene Abschiebungskampagne

Präsident Donald Trump führt eine massive Kampagne zur Abschiebung illegaler Einwanderer durch. Diese hat jedoch auch Einwanderer mit legalem Status sowie US-Bürger erfasst. Die Trump-Regierung hat Beamte in mehrere von Demokraten geführte Städte entsandt, darunter Los Angeles, Chicago, Charlotte und zuletzt Minneapolis und St. Paul.

Vorfälle in Minneapolis sorgen für Empörung

Besonders in Minneapolis haben mehrere Vorfälle für Aufregung gesorgt. Zwei US-Bürger wurden getötet, ein weiterer in kurzen Hosen aus seinem Haus geholt und festgenommen. Auch Schulkinder wurden inhaftiert, darunter ein fünfjähriger Junge. Am Samstag wurde der US-Bürger Alex Pretti bei einer ICE-Operation erschossen.

Allein in diesem Monat wurden sechs Todesfälle in den Haftzentren der ICE bekannt. Diese Entwicklung hat die Demokraten dazu veranlasst, strengere Kontrollen der Einwanderungsbehörde zu fordern.

Demokraten fordern umfassende Reformen

Die Demokraten wollen ihre Forderungen an das Gesetz zur Finanzierung des Heimatschutzministeriums bis September koppeln. Dieses wurde letzte Woche im Repräsentantenhaus gegen den Widerstand der meisten Demokraten verabschiedet. Die DHS-Finanzierung ist Teil eines umfassenderen Gesetzespakets, das auch Verteidigung, medizinische Forschung, Wohnungsbau und Bildung betrifft.

Katalog der geforderten Maßnahmen

Die Demokraten fordern konkret:

• Ein Verbot von ICE-Haften oder Abschiebungen amerikanischer Bürger

• Ein Verbot von Masken für ICE-Agenten

• Verpflichtende Körperkameras für alle Einsätze

• Explizite Verbote übermäßiger Gewaltanwendung

• Verbote von Razzien in Gotteshäusern, Krankenhäusern und Schulen

• Keine absolute Immunität vor Strafverfolgung für Beamte, die gegen Vorschriften verstoßen

Politische Blockade mit weitreichenden Folgen

Der Streit blockiert nicht nur die Finanzierung des Heimatschutzministeriums, sondern auch die Mittel für zahlreiche andere Regierungsbehörden. Sollte bis Ende der Woche keine Einigung erzielt werden, droht ein teilweiser Regierungsstillstand. Dies würde erhebliche Auswirkungen auf die Arbeit verschiedener Bundesbehörden haben und könnte tausende Regierungsangestellte in unbezahlten Zwangsurlaub schicken.

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