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US-Hypothekennachfrage sinkt erstmals seit Januar im Jahresvergleich

Wirtschaftliche Unsicherheit durch den Iran-Krieg belastet den US-Immobilienmarkt und hält potenzielle Käufer weiter zurück.

US-Hypothekennachfrage sinkt erstmals seit Januar im Jahresvergleich

Die Nachfrage nach Hypotheken in den USA ist in der vergangenen Woche erneut unter Druck geraten. Obwohl die Hypothekenzinsen leicht gesunken sind, reichte dies nicht aus, um den angeschlagenen Markt zu stabilisieren. Das gesamte Volumen der Hypothekenanträge fiel im Vergleich zur Vorwoche um 0,8 Prozent, wie der saisonbereinigte Index der Mortgage Bankers Association zeigt.

Der durchschnittliche Vertragszinssatz für 30-jährige Festzinsdarlehen mit konformen Kreditsummen von bis zu 832.750 US-Dollar sank von 6,57 Prozent auf 6,51 Prozent. Gleichzeitig gingen die Gebührenpunkte einschließlich der Bearbeitungsgebühr für Darlehen mit einer Anzahlung von 20 Prozent von 0,65 auf 0,61 zurück. Trotz dieser leichten Entspannung bleibt das Zinsniveau für viele potenzielle Käufer zu hoch.

Erster Jahresvergleichs-Rückgang seit Januar 2025

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den Kaufanträgen: Zwar stiegen die Anträge auf Hypotheken zum Hauskauf gegenüber der Vorwoche um 1 Prozent, lagen jedoch um 7 Prozent unter dem Niveau der entsprechenden Vorjahreswoche. Dies markiert den ersten Rückgang im Jahresvergleich seit Januar 2025 – ein deutliches Signal, dass sich die Stimmung unter Hauskäufern eingetrübt hat.

Auch der Refinanzierungsmarkt zeigt Schwäche. Die Anträge auf Umfinanzierungen sanken in der Berichtswoche um 3 Prozent und lagen damit um 4 Prozent niedriger als in der gleichen Woche des Vorjahres. Auch hier handelt es sich um den ersten Rückgang im Jahresvergleich seit Januar 2025, was auf eine breit angelegte Abschwächung des gesamten Hypothekenmarktes hindeutet.

Iran-Krieg schürt wirtschaftliche Unsicherheit

Als wesentlicher Treiber der anhaltenden Zinshöhe gilt die durch den Iran-Krieg ausgelöste wirtschaftliche Unsicherheit. Diese hält die Hypothekenzinsen auf einem erhöhten Niveau und veranlasst viele potenzielle Käufer, ihre Entscheidungen aufzuschieben. Für deutsche Anleger und Beobachter des US-Immobilienmarktes ist dies ein wichtiges Signal: Geopolitische Risiken wirken sich direkt auf die Finanzierungskosten und die Kaufbereitschaft aus.

Zu Beginn der laufenden Woche blieben die Hypothekenzinsen zunächst weitgehend unverändert. Eine Wende zeichnete sich jedoch ab, nachdem US-Präsident Donald Trump am Dienstagabend einen zweiwöchigen Waffenstillstand ankündigte. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen – an der sich die Hypothekenzinsen lose orientieren – reagierte auf diese Nachricht mit einem deutlichen Rückgang. Damit könnten die Hypothekenzinsen in den kommenden Tagen weiter nachgeben.

Für den US-Immobilienmarkt bleibt die Lage angespannt. Die Kombination aus hohen Zinsen, geopolitischer Unsicherheit und zurückhaltenden Käufern belastet die Nachfrage spürbar. Ob der angekündigte Waffenstillstand und mögliche weitere Zinssenkungen ausreichen, um den Markt wieder in Schwung zu bringen, bleibt abzuwarten.

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